Liebe Leserinnen und Leser,
im Bereich Flugsicherung und Drohnen stand ganz im Zeichen eines gravierenden Sicherheitsvorfalls mit Folgen für Politik, Behörden und Flughafenbetreiber. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen. Das sind unsere Top-Themen:
- Was der Sprengstoff-Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle über die aktuelle Bedrohungslage an kritischer Infrastruktur zeigt
- Warum die Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen trotz politischer Zusagen noch immer lückenhaft ist
- Welche neuen Erkenntnisse ein Überwachungsvideo zu dem mutmaßlich gezielten Angriff auf eine ukrainische Antonow liefert
Zudem geht es um die erheblichen betrieblichen Auswirkungen für das DHL-Frachtdrehkreuz in Leipzig, um den provisorischen Radar-Wachposten der Bundespolizei am Flughafen sowie um die Forderung der Branche, Anti-Drohnen-Systeme an weiteren deutschen Airports deutlich schneller in Betrieb zu nehmen.
Kommen Sie gut durch die restliche Woche!
| Herzliche Grüße Alexander Fink Redakteur airliners.de |
NATO bestätigt Sprengsatz an Drohne am Flughafen Leipzig/Halle
Nach dem nächtlichen Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat das sächsische Landeskriminalamt eine Sprengvorrichtung an Bord bestätigt. Ermittler schließen einen politischen Hintergrund nicht aus, Sachsens Innenminister Armin Schuster spricht von einem sehr ernsten Sicherheitsvorfall.
Ein Sprengroboter ist in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle im Einsatz. : Eine Person in Schutzkleidung geht neben einem Sprengroboter auf dem Vorfeld. Dahinter stehen eine rote Absperrung mit weißer Beschriftung und unscharfe Bäume im hellen, leicht dunstigen Licht. © DPA / Hendrik Schmidt
(dpa, AFP, Reuters, dts Nachrichtenagentur, ADV) Nach der nächtlichen Störung des Flugbetriebs am Flughafen Leipzig/Halle hat das sächsische Landeskriminalamt (LKA) offiziell eine Sprengvorrichtung an der entdeckten Drohne bestätigt. Spezialisten der Bundespolizei entfernten den Zünder der noch unbekannten Sprengvorrichtung, wie das LKA mitteilte. Ein Sprecher der NATO bestätigte der Nachrichtenagentur "DPA" zudem, dass die Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs gesichtet worden sei.
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das im LKA angesiedelte Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) haben die Ermittlungen übernommen. Die Behörden schließen eine politische Motivation nicht aus. Der Flughafen gehöre zum Bereich der kritischen Infrastruktur, hieß es.
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sprach von einem "sehr ernsten Sicherheitsvorfall". "Deshalb ermitteln Landes- und Bundessicherheitsbehörden seit heute Nacht unter Hochdruck Hand in Hand", erklärte Schuster in Dresden. Beteiligt seien auch das Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen (GAZ Hybrid) sowie die Drohnenabwehr der Bundespolizei. Er stehe zudem in "ständigem Austausch" mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Auch das Bundesinnenministerium hat den Fund der Drohne mittlerweile offiziell bestätigt. Aufgrund laufender Ermittlungen könne man derzeit dazu aber keine weiteren Details veröffentlichen, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dts. Das Verteidigungsministerium teilte unterdessen mit, in die Ermittlungen nicht involviert zu sein. Das sei "reine Sache der Bundespolizei", hieß es.
Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll auf dem Vorfeld eine Drohne mit einem Päckchen entdeckt worden sein, an dem sich ein Zünder befand. Nach LKA-Angaben wurde die Drohne von einem Flughafenmitarbeiter auf der Südbahn gefunden, in unmittelbarer Nähe zu einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonow. Ein ferngesteuerter Entschärfungsroboter kam zum Einsatz.
Frachthub DHL erheblich betroffen
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Tobias Meyer, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters", der Konzern arbeite daran, die betrieblichen Folgen des Vorfalls am Frachtdrehkreuz Leipzig so weit wie möglich zu begrenzen.
Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einer DHL-Frachtmaschine zusammengestoßen, nachdem diese wegen der zuvor gesperrten Südbahn hatte durchstarten müssen, teilte das LKA mit. Die Maschine musste daraufhin außerplanmäßig in Hannover landen. Nach der Landung seien an ihr leichte Beschädigungen festgestellt worden. Ob ein Zusammenhang mit dem am Boden gefundenen Gegenstand besteht, war zunächst nicht bestätigt.
Am Frachtdrehkreuz des Logistikkonzerns DHL kam es bereits ab etwa Mitternacht zu erheblichen Behinderungen, geplante Abflüge verzögerten sich um mehrere Stunden. Ein verspäteter Passagierflug aus Palma de Mallorca wurde zunächst nach Nürnberg umgeleitet und erreichte Leipzig erst später in der Nacht.
Bundespolizei und sächsische Landespolizei waren in der Nacht mit einem größeren Einsatz angerückt, nachdem gegen 23:40 Uhr zunächst ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet worden war. Kurz darauf entdeckten Einsatzkräfte den verdächtigen Gegenstand im Bereich der Südbahn und sprachen von einem "sicherheitsrelevanten Vorfall".
Der Flugverkehr wurde den Angaben zufolge um 1:55 Uhr wieder aufgenommen und läuft seitdem über die Nordbahn. Die Südbahn blieb zunächst für die Ermittlungen gesperrt und sollte nach Angaben der Ermittler auch aus Wartungsgründen nicht genutzt werden. "Es besteht keine Gefahr für Leib oder Leben von Passagieren oder Mitarbeitern des Flughafens. Der Flugverkehr für Passagiere ist nicht beeinträchtigt", teilten die Ermittler mit.
Flughafenverband fordert schnellere Drohnenabwehr
Der Flughafenverband ADV forderte nach dem Vorfall eine schnellere Ausstattung deutscher Flughäfen mit Systemen zur Drohnenabwehr. "Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle ist ein Weckruf. Flughäfen sind sicherheitsrelevante Einrichtungen und bedürfen des bestmöglichen Schutzes. Drohnenabwehrsysteme müssen jetzt schnellstmöglich installiert und vollständig einsatzbereit gemacht werden", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Die Flughäfen in Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Leipzig/Halle und Köln/Bonn warteten seinen Angaben zufolge weiterhin auf die vom Bundesinnenministerium zugesagte Ausstattung mit Systemen zur Detektion und Abwehr von Drohnen.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie unautorisierter Drohnenüberflüge über deutschen Einrichtungen ein, darunter Militärstandorte, Energieterminals, Seehäfen und Logistikunternehmen. Die Bundespolizei habe gewarnt, dass die Überflüge von russischen Agenten organisiert worden sein könnten. Russland weist eine Beteiligung zurück.
Der Flughafen Leipzig/Halle in Sachsen zählt zu den größten Frachtflughäfen Europas und dient als zentrales Drehkreuz von DHL Express.
Zum Artikel [ | ]
Drohnenabwehr: Bislang nur Frankfurt und München ausgerüstet
Nach dem Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle drängt Bundesverkehrsminister Steffen Bilger auf eine schnellere Ausrüstung der deutschen Flughäfen mit Detektionstechnik. Frankfurt und München seien bereits ausgestattet. Bei den übrigen Standorten solle nun das Tempo erhöht werden.
Polizisten gehen über das Gelände des Flughafen Leipzig/Halle. : Mehrere Polizisten in schwarzer Uniform gehen auf einem befestigten Weg am Sicherheitszaun des Flughafens Leipzig/Halle entlang. Im Hintergrund stehen Tower und Flughafengebäude unter hellem Tageslicht. © DPA / Sebastian Willnow
(dh mit dts Nachrichtenagentur, AFP) Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will die Vorkehrungen zur Entdeckung und Abwehr von Drohnen an Deutschlands Flughäfen beschleunigen.
"Verlässliche Detektion ist das A und O", sagte Bilger dem Nachrichtenportal "Politico". Frankfurt und München seien bereits ausgestattet. Was die anderen Flughäfen angehe, habe man "keine Zeit zu verlieren". Er wolle bei der weiteren Ausrüstung beschleunigen, was gehe.
Am Flughafen Leipzig/Halle hatte ein Mitarbeiter im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt. Der an ihr befestigte Sprengsatz war von Experten der Bundespolizei entschärft worden. In ihrer Nähe hatten sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge befunden.
Acht Flughäfen sollen aufgerüstet werden
Acht als kritische Infrastruktur eingestufte Flughäfen sollen mit Drohnendetektionssystemen ausgestattet werden – Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, München und Stuttgart. Maßgeblich ist ein Schwellenwert von mindestens sieben Millionen Passagieren oder mindestens 200.000 Tonnen Fracht pro Jahr. Für Beschaffung und Betrieb der Anlagen ist die Bundespolizei zuständig.
Laut einem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz solle die Ausschreibung im März beginnen und der Zuschlag im Mai erfolgen. Die Ausstattung der acht Flughäfen ist bis Ende des Jahres geplant.
Neuer Radar-Wachposten am Flughafen Leipzig
Derweil wurde die Sicherheit auf dem Flughafen Leipzig provisorisch erhöht. Dazu hat die Polizei einen Posten mit speziellem Radar eingerichtet. Die Technik wurde auf der Besucherplattform des alten Towers installiert, wie ein dpa-Fotograf beobachtete.
Aus einsatztaktischen Gründen würden keine Details zu der Anlage bekanntgegeben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf Anfrage. Laut dem Nachrichtenportal "Tag24" handelt es sich um ein EchoShield-Radarsystem, das anfliegende Drohnen auf größere Distanzen erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen kann.
Der Flughafenverband ADV hatte nach dem Leipzig-Vorfall erneut eine schnellere Ausstattung deutscher Flughäfen mit Systemen zur Drohnenabwehr gefordert. "Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle ist ein Weckruf. Flughäfen sind sicherheitsrelevante Einrichtungen und bedürfen des bestmöglichen Schutzes. Drohnenabwehrsysteme müssen jetzt schnellstmöglich installiert und vollständig einsatzbereit gemacht werden", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.
"Im europäischen Vergleich stehen wir gut da", hatte dagegen BDL-Geschäftsführer Joachim Lang gesagt. Die Bundesregierung habe nach früheren Drohnenstörattacken innerhalb eines Jahres Entscheidungen getroffen und Ausschreibungen auf den Weg gebracht.
Zum Artikel [ | ]
Überwachungsvideo: Sprengstoff-Drohne soll gezielt Antonow-Flügel angeflogen haben
Die am Flughafen Leipzig/Halle entdeckte Sprengstoff-Drohne ist einem Medienbericht zufolge gezielt auf ein ukrainisches Frachtflugzeug zugeflogen. Überwachungsaufnahmen zeigen demnach den Einschlag auf einer Tragfläche. Das Videomaterial widerspricht damit der bisherigen Darstellung.
Eine ukrainische Frachtmaschine vom Typ Antonow AN-124 steht auf dem Flughafen Leipzig/Halle. : Heckansicht einer Antonow AN-124 mit der Aufschrift ANTONOV auf dem Flughafen Leipzig/Halle bei Nacht. Vor dem Flugzeug stehen Frachtcontainer und Ladegeräte auf dem Vorfeld. © DPA / Hendrik Schmidt
(dh, AFP, Reuters, dts Nachrichtenagentur) Die am Flughafen Leipzig/Halle entdeckte Sprengstoff-Drohne ist einem Medienbericht zufolge gezielt gegen ein ukrainisches Frachtflugzeug geflogen und auf dessen Tragfläche geprallt. Das berichtete die Wochenzeitung "Die Zeit" unter Berufung auf Aufnahmen von Überwachungskameras. Der mit dem Sprengstoff Semtex bestückte Flugkörper sei dabei nicht explodiert, sondern abgeprallt und zu Boden gefallen.
Die Aufnahmen zeigen laut dem Bericht, wie sich die Drohne einer am Flughafen parkenden Frachtmaschine des Typs Antonow näherte und am 4. August gegen 19:30 Uhr auf einer der Tragflächen einschlug. Dort befinden sich Treibstofftanks. Spuren an einem Flügel der Antonow bestätigen dem Bericht zufolge diesen mutmaßlichen Ablauf.
Warum der Sprengsatz nicht zündete, ist weiter unklar. Er wurde nicht an der Drohne selbst gefunden, sondern in einiger Entfernung davon - möglicherweise löste er sich beim Aufprall.
Frühere Version des Fundes korrigiert
Die Videoauswertung liefert laut dem Bericht auch eine korrigierte Darstellung des Fundes: Die Drohne habe demnach bereits auf dem Boden gelegen, als ein Busfahrer rund vier Stunden nach dem Einschlag darauf aufmerksam wurde, seinen Fuß darauf stellte und das Sicherheitspersonal verständigte.
Damit widerspreche das Video der bisherigen Darstellung, wonach der Busfahrer das über dem Boden schwebende Fluggerät per Fußtritt aus der Luft geholt habe. Diese frühere Version hatte unter anderem der CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif nach einer Unterrichtung von Innenpolitikern durch die Bundesregierung wiedergegeben.
Nach früheren Angaben war die Drohne zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung zunächst in geringer Höhe zwischen mehreren geparkten ukrainischen Frachtmaschinen geortet worden. Später sei eine Frachtmaschine an dem Flughafen zudem mit einem weiteren Objekt kollidiert, das bislang nicht gefunden wurde.
Die Bundesanwaltschaft wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. "Die Ermittlungen dauern an", sagte eine Sprecherin. Die oberste Anklagebehörde hatte die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Die Herkunft der Drohne ist weiterhin unklar, der Verdacht richtet sich vor allem gegen Russland.
Debatte über Drohnenabwehr
Der Vorfall hatte bereits eine Debatte über die Abwehr von Drohnen an kritischer Infrastruktur ausgelöst. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte von einem "hybriden Anschlagsszenario" gesprochen und "fremde Mächte" als Urheber nicht ausgeschlossen. Als Reaktion will er einem Bericht der "Bild" zufolge die Anti-Drohnen-Einheiten der Bundespolizei verdoppeln.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein Umschlagplatz für Militärgüter für die Ukraine.
Zum Artikel [ | ]
Weitere Hauptmeldungen
Kriminaltechniker der Polizei (hinten) sind in der Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonow AN-124 auf dem Flughafen Leipzig/Halle im Einsatz. : Heck und Triebwerksbereich einer Antonov AN-124 auf dem Vorfeld. Unten stehen Polizeifahrzeuge und ein Einsatzfahrzeug; der Himmel ist hell und leicht bewölkt. © DPA / Hendrik Schmidt
DNA-Spur bringt Leipziger Drohnenfund in Verbindung mit DHL-Anschlag
Bei der Sprengstoff-Drohne vom Flughafen Leipzig/Halle haben Ermittler laut "Bild" eine DNA-Spur gesichert, die mit dem Brandanschlag auf ein DHL-Logistikzentrum aus dem Jahr 2024 übereinstimmt. Einer bestimmten Person ist sie bislang nicht zugeordnet.
Weiterlesen [ | ]
Bund eröffnet Forschungszentrum für Drohnensicherheit
Mit der Eröffnung eines neuen Technologiezentrums für Drohnensicherheit in Sachsen-Anhalt reagiert der Bund auf wachsende hybride Bedrohungen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem "Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts" und einem Wettrüsten zwischen Drohnenabwehr und Abwehr-Überwindungstechnik.
Weiterlesen [ | ]
Bundespolizei baut Drohnenabwehr nach Leipzig-Vorfall aus
Nach dem Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle wächst die Spezialeinheit der Bundespolizei deutlich stärker als ursprünglich geplant. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kündigt zudem ein neues Forschungszentrum an.
Weiterlesen [ | ]
Zivile Elektro-Flugtaxis geraten bei Herstellern ins Stocken
Die Entwicklung ziviler Elektro-Flugtaxis dauert bei mehreren Herstellern länger und wird teurer als erwartet. Vertical Aerospace hat sein Zulassungsziel bereits zum wiederholten Mal verschoben – ein Wettbewerber setzt dagegen weiter auf den ursprünglichen Zeitplan.
Weiterlesen [ | ]
Die Redaktion empfiehlt
Einmal im Monat veröffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne. : Ein rotes, dreieckiges Warnschild mit durchgestrichenem Flugzeugsymbol steht vor klarem blauem Himmel. Die Aufnahme zeigt das Schild schräg von unten, ohne weitere Umgebung. © dpa / Fotomontage: airliners.de
Drohnenabwehr am Flughafen: Notwehr statt Beleihung!
Luftrechtskolumne (145) Die unbemannten Luftfahrtsysteme am Flughafen Leipzig/Halle sind in aller Munde. Was sollte geschehen? Die Rechtsanwältin Nina Naske erklärt, warum eine Rückbesinnung auf die Jedermanns-Notrechte entscheidend ist.
Weiterlesen [ | ]
Flugtaxis über Berlin-Tempelhof. © Adobe Stock / Markus Mainka/chesky, Montage: airliners.de
Wie groß kann der Markt für Flugtaxis wirklich werden?
GARS Nachwuchsforschung Flugtaxis sind keine Zukunftsvision mehr, doch ob sie sich am Markt durchsetzen, ist offen. Ein integriertes ökonomisches Modell zeigt: Auch das Zusammenspiel von Passagierverhalten und Unternehmensentscheidungen entscheidet über den Erfolg von Advanced Air Mobility, schreibt Carlos Andrés Beltrán Sánchez von der Technischen Universität Dresden.
Weiterlesen [ | ]
Weitere Themen
Frankfurter Flughafen verstärkt Drohnenabwehr
Der Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Aufmerksamkeit für Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen weiter erhöht. Frankfurt verfügt bereits seit Herbst 2025 über ein Detektionssystem.
Weiterlesen [ | ]
Nach Beinahe-Zusammenstoß in Sydney: Fluglotse suspendiert
Nach der zweiten Beinahe-Kollision auf dem Rollfeld des Flughafens Sydney binnen zwei Wochen hat Airservices Australia einen Fluglotsen suspendiert. Beim Vorfall wurde ein Jetstar-Besatzungsmitglied verletzt.
Weiterlesen [ | ]
Bund will Drohnen an Flughäfen künftig schneller erkennen
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will Drohnen an deutschen Flughäfen künftig schneller erkennen. Kurzfristig soll dafür eine Interimstechnik der Deutschen Flugsicherung (DFS) zum Einsatz kommen. Langwierige Ausschreibungen sollen den Prozess nicht aufhalten.
Weiterlesen [ | ]
Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen stark gestiegen
Die Zahl der Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen ist im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Spitzenreiter ist der Berliner Hauptstadtflughafen BER.
Weiterlesen [ | ]
Bundesregierung weist Forderung nach Bundeswehreinsatz gegen Drohnen zurück
Die Bundesregierung hat Forderungen nach einer erweiterten Zuständigkeit der Bundeswehr für die Drohnenabwehr an Flughäfen zurückgewiesen. Zuvor hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) eine Änderung des Grundgesetzes für einen solchen Einsatz ins Spiel gebracht.
Weiterlesen [ | ]
Innenminister fordern schnellere Fortschritte bei Drohnenabwehr
Die Innenminister von Bund und Ländern haben in einer Telefonkonferenz die Notwendigkeit betont, bei der Abwehr gefährlicher Drohnen schneller voranzukommen. In letzter Zeit häufen sich die Vorfälle – auch an Flughäfen.
Weiterlesen [ | ]
GdP: Strikte Trennung von Polizei und Geheimdiensten "unantastbar"
Die Gewerkschaft der Polizei warnt vor einer Aufweichung des Trennungsgebots zwischen Polizei und Nachrichtendiensten. Anlass ist die geplante Reform von Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz – ausgelöst auch durch den Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle.
Weiterlesen [ | ]
Boeing verkauft Wisk Aero an Archer Aviation
Archer Aviation übernimmt drei Boeing-Tochtergesellschaften – darunter die eVTOL-Einheit Wisk Aero. Als Gegenleistung erhält Boeing einen Anteil von fast 20 Prozent an Archer.
Weiterlesen [ | ]
Flughafen Leipzig/Halle setzt Besucherführungen nach Drohnen-Vorfall aus
Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne hat der Flughafen Leipzig/Halle Besucherführungen ausgesetzt und die Aussichtsterrasse gesperrt. Dort ist aktuell eine Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei im Einsatz.
Weiterlesen [ | ]
Vereinigung Cockpit fordert einheitliche Standards zur Drohnenerkennung
Vereinigung Cockpit fordert nach dem Drohnenvorfall in Leipzig/Halle einheitliche Standards zur Erkennung von Drohnen. Das größte Problem liegt nach Ansicht der Gewerkschaft derzeit nicht in der Abwehr, sondern in der rechtzeitigen Detektion.
Weiterlesen [ | ]
CDU kritisiert fehlende Drohnenabwehr in Niedersachsen
Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle werden in Niedersachsen die Rufe nach neuen Sicherheitsmaßnahmen lauter. Die Landesregierung und die CDU fordern zudem mehr Unterstützung vom Bund für den Flughafen Hannover.
Weiterlesen [ | ]
Studie attestiert Europas Drohnenabwehr erhebliche Lücken
Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig rückt eine Studie des Londoner Thinktanks IISS erneut in den Fokus: Europas Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge hält der aktuellen Bedrohungslage nicht stand.
Weiterlesen [ | ]
Frequentis rüstet polnische Flugsicherung mit Sprachkommunikationssystem aus
Frequentis hat sein neues Sprachkommunikationssystem "X10" an die polnische Flugsicherungsbehörde Pansa ausgeliefert. Das System unterstützt eine virtuelle Leitstellenkonfiguration und soll damit die Fähigkeiten von Pansa im operativen Flugverkehrsmanagement und im Training erweitern.
Weiterlesen [ | ]
Skyguide meldet Sommer-Verkehrsspitzen an Freitagen und Montagen
Im Schweizer Luftraum entstanden die größten Verkehrsspitzen des Sommers nicht am Wochenende, sondern an Freitagen und Montagen. Das zeigen Verkehrszahlen, die die Flugsicherung Skyguide zur Sommerferiensaison veröffentlicht hat. Verkehrsreichster Tag war Freitag, der 24. Juli, mit rund 4760 Flügen im von Skyguide überwachten Luftraum.
Weiterlesen [ | ]
Honeywell testet neue Antenne für Drohnensteuerung erfolgreich
Honeywell Aerospace hat gemeinsam mit Partnern eine neue Satellitenkommunikationsantenne für die Steuerung unbemannter Luftfahrzeuge außerhalb der Sichtweite (BVLOS) erfolgreich getestet. Das teilte das Unternehmen mit.
Weiterlesen [ | ]
EHang steigert Auslieferungen deutlich – Verlust wächst weiter
Der chinesische Advanced-Air-Mobility-Anbieter EHang hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 77,9 Millionen Yuan (rund 9,9 Millionen Euro) erzielt, wie das Unternehmen bekannt gab. Das war ein Rückgang von 31,3 Prozent zum Vorjahresquartal, aber ein Anstieg von 203,5 Prozent zum ersten Quartal. Der Nettoverlust wuchs auf 128,3 Millionen Yuan.
Weiterlesen [ | ]
Frankreich warnt nach Leipzig-Vorfall vor weiteren Angriffen auf Infrastruktur
Nach dem Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle warnt Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI vor möglichen Angriffen auf kritische Infrastruktur und Unternehmen im eigenen Land. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, bald Verantwortliche für den Vorfall zu benennen.
Weiterlesen [ | ]