Am Frankfurter Flughafen setzt die Bundespolizei bereits seit dem vergangenen Jahr auf elektronische Mittel zur Erkennung unberechtigter Drohnen. Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle, bei dem eine Drohne mit Sprengsatz auf dem Gelände entdeckt wurde, hat sich die Aufmerksamkeit nochmals geschärft.
"Das ist natürlich eine neue Qualität", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Detektion und Abwehr seien jedoch Aufgabe der Bundespolizei, mit der man in permanentem engen Kontakt stehe.
Ein Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt verwies knapp auf die Vorbereitung der Behörde: "Wir sind gewappnet." Das Detektionssystem ist seit Herbst 2025 im Betrieb und hat bereits mehrfach Drohnen im gesperrten Luftraum rund um den Flughafen entdeckt. In vielen Fällen stammten sie von Familien- oder Firmenfeiern in Nachbargemeinden.
Frankfurt gehört zu acht deutschen Flughäfen, die als kritische Infrastruktur eingestuft werden und vorrangig mit Drohnenabwehrtechnik ausgestattet werden sollen. Laut BDL sind an mehreren Standorten bereits Systeme angeschafft worden. Weitere Ausschreibungen laufen. Neben der Detektionseinheit in Frankfurt betreibt die Bundespolizei auch ein Drohnenabwehrzentrum in Berlin.
Am Kassel Airport in Calden wird derzeit das Hessische Drohnenkompetenzzentrum (HDKZ) aufgebaut, das Forschung, Erprobung und Qualifizierung für den Schutz kritischer Infrastrukturen bündeln soll. Das Land Hessen fördert das Zentrum unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt mit acht Millionen Euro.