Liebe Leserinnen und Leser,
acht Jahre nach der Premiere bei Widerøe hat sich die E2-Familie von Embraer fest im Markt der kleinen Zweistrahler etabliert. Andreas Spaeth hat das Werk in São José dos Campos besucht und mit Konzernchef Francisco Gomes Neto sowie Embraer-Commercial-Aircraft-CEO Arjen Meijer gesprochen. Herausgekommen ist ein Blick hinter die Kulissen eines Herstellers, der mit vollen Auftragsbüchern in die kommenden Jahre geht, dabei mit Triebwerksproblemen kämpft – und trotzdem auf höhere Produktionsraten drängt.
In dieser Ausgabe beleuchten wir zudem, wie unterschiedlich sich die Mobilität derzeit entwickelt. In unserer Serie "GARS Nachwuchsforschung" zeigt Doris Antczak von der Poznań University of Economics and Business, wie groß die Kluft zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Reiseverhalten bleibt – Stichwort Flugscham. Andreas Sebayang hat sich das neue Bahnbonus-Programm der Deutschen Bahn genau angeschaut und dabei so manche Überraschung entdeckt. Und Dr. Tolga Ülkü hat mit Ian Douglas darüber gesprochen, warum das über 80 Jahre alte Chicagoer Abkommen noch immer die Entscheidungen jedes Airline-Managers prägt – und warum Open Skies eben nicht bedeutet, dass jemand kommt und bleibt.
Wie gespalten das Branchenbild derzeit ist, zeigt sich auch in den Zahlen des Sommers: Während Airbus, Rolls-Royce, Safran und MTU Rekordergebnisse und angehobene Prognosen vermelden, geraten viele Airlines unter Druck. Ich habe versucht, dieses zweigeteilte Bild in einer Analyse einzuordnen – und in meinen Gedankenflügen dieser Woche außerdem der Frage nachzuspüren, wo die Gewinne der Branche eigentlich herkommen, wenn es nicht das übliche Verkehrswachstum ist.
Ich danke Ihnen, dass Sie airliners+ abonniert haben und uns damit unterstützen, diese Themen fundiert aufzubereiten. Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.
Ihr
Alexander Fink
Chef vom Dienst airliners.de