Wie Köln/Bonn seinen Handlungsradius ausweitet – und wo die Grenzen liegen, © Flughafen Köln/Bonn
Cenk Özöztürk. : Porträt einer lächelnden, mittelalten Person mit runder Brille, weißem Hemd und dunklem Sakko. Die Aufnahme entstand in einem hellen, modernen Innenraum mit Glaswänden und Metallträgern; der Hintergrund ist weichgezeichnet und das Licht gleichmäßig. © Flughafen Köln/Bonn
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Mit 25 Millionen Euro Investition, einem vollständigen Umbau auf CT-Technologie und einer Luftsicherheitsgebühr unter zehn Euro hat der Flughafen Köln/Bonn seinen Handlungsspielraum konsequent ausgeweitet – und ist damit einer der wenigen deutschen Airports, der in einem schwierigen Marktumfeld aktiv Akzente setzt. Der Flughafen setzt nach eigenen Angaben auf konsequente Eigeninitiative statt abwartender Haltung. Wo diese Strategie an ihre Grenzen stößt, zeigt ein Blick auf den kollabierten innerdeutschen Luftverkehr und einen Referentenentwurf aus Berlin, der die Branche enttäuscht zurücklässt.

Der Flughafen Köln/Bonn (CGN) steckt mitten in der tiefgreifendsten Transformation seiner Geschichte. Mit 25 Millionen Euro in den Umbau der Sicherheitskontrollen, der vollständigen Umrüstung auf CT-Technologie und einem neuen Terminal-Konzept namens "Next Chapter" setzt der Flughafen auf eine Strategie der operativen Eigenverantwortung.

COO Cenk Özöztürk bringt die Philosophie dahinter im Gespräch mit airliners.de auf den Punkt: "Wir wollen nicht nur drüber sprechen, wir wollen machen." Was das konkret bedeutet, zeigt sich im laufenden Umbau der Sicherheitskontrollen – und ebenso deutlich dort, wo die Grenzen dieser Strategie liegen: bei der Luftverkehrsteuer, die gesenkt werden soll, aber noch nicht gesenkt ist, und bei einem innerdeutschen Luftverkehr, der auf nur noch 18 Prozent des Vor-Corona-Niveaus abgestürzt ist.

CGN zeigt exemplarisch, wie weit unternehmerische Initiative reicht – und wo externe Rahmenbedingungen ihre Grenzen setzen.

Von der Auftragsvergabe zur Eigenverantwortung: Die Übernahme der Sicherheitssteuerung als strategischer Schritt

Seit dem 1. Januar 2025 verantwortet der Flughafen Köln/Bonn die Organisation und Steuerung der Luftsicherheitskontrollen in Eigenregie. Damit ist CGN nach Frankfurt (seit Januar 2023) und Berlin-Brandenburg (seit Januar 2024) der dritte deutsche Flughafen, der diesen Schritt vollzogen hat.

Özöztürk erklärt den Paradigmenwechsel mit einer Sportmetapher: "Wenn ich eine Analogie zum Sport ziehe, haben wir früher quasi unsere Vorstellungen von außen ins Spielfeld hineingerufen." Er ergänzt: "Das ist natürlich eine Lernkurve, bei der jeder seine Erfahrung einbringt. Und schon deshalb ist es ein Unterschied, Ideen von außen einzubringen oder selbst in der Verantwortung zu sein."

Der entscheidende Vorteil liegt in der Datenverfügbarkeit: Ein Flughafen weiß präziser als die Bundespolizei, wann wie viele Passagiere eintreffen – mit welchem Verkehrsmittel, in welchem Terminal. CGN hat dafür eine eigene Abteilung mit acht Beschäftigten aufgebaut, die ausschließlich die Passagiersteuerung in 15-Minuten-Fenstern modellieren. Eine Qualitätsabteilung übernimmt die Fachaufsicht.

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Martin Gauss, © AirTeamImages / Andreas Spaeth
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"Wer nach Bahrain fliegt oder umsteigt, kommt an Gulf Air nicht vorbei"

Interview Gulf Air aus Bahrain wieder zu altem Glanz verhelfen, das soll als neuer CEO der Deutsche Martin Gauss erreichen. Nach nur drei Monaten im Amt überraschte ihn der Golfkrieg mit 40 Tage geschlossenem Luftraum in Bahrain. Wie er den Betrieb nach Saudi-Arabien verlegte, verrät Gauss im Interview mit airliners.de.

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Artikel 1 – Barry Humphreys: Einführung in Luftverkehrsabkommen, © airliners.de/KI
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Wir sind in Korea in Seoul-Incheon Terminal 1., © airliners.de/Andreas Sebayang
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Ein Passagier sitzt mit dem Handy in der Hand auf einer Bank im Flughafen., © DPA/Christin Klose
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Schiene, Straße, Luft (122)

Urlaub à la carte physique

Airbus A380 der Lufthansa über dem Hamburger Hafen, © Lufthansa/Gregor Schläger
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