Liebe Leserinnen und Leser,
im Luftverkehr standen in den vergangenen Tagen vor allem Themen aus Marketing Vertrieb und Produktstrategie im Fokus. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen der Woche. Das sind unsere Top-Themen:
- Wie Lufthansa mit dem Starlink-Rollout ihr Bordprodukt digital aufwertet.
- Wie Vini mit dem Modell "Make It Fly" Regionalflüge erst dann verkauft, wenn genügend Nachfrage sichtbar wird.
- Weshalb ausländische Airlines bei den Rahmenbedingungen in Deutschland inzwischen deutlich Alarm schlagen.
Zudem geht es um Pläne einer Bank für eigene Flughafen-Lounges, um Istanbuls Überholmanöver an Heathrow als verkehrsreichstem Flughafen Europas.
Einen guten Start in die neue Woche!
Ihre airliners.de-Redaktion
Lufthansa beginnt mit Starlink-Rollout
Die Lufthansa Group führt Starlink-basiertes Highspeed-Internet auf ihrer gesamten Flotte von rund 850 Flugzeugen ein. Den Auftakt macht am 19. August ein Airbus A320 Neo von Lufthansa.
Ein Techniker der Lufthansa installiert ein Starlink-Modul. : Techniker kniet auf dem Flugzeugrumpf in einer hellen Wartungshalle und montiert ein Bauteil. Um das Flugzeug stehen Gerüste und gelbe Arbeitsplattformen, der Rumpf ist teilweise mit Schutzfolie bedeckt. Lufthansa Group
(fb, DPA) Die Lufthansa Group startet in der kommenden Woche den Rollout von Starlink-basiertem Highspeed-Internet an Bord ihrer Flugzeuge. Den Anfang macht am 19. August ein Airbus A320 Neo von Lufthansa, wie die Gruppe bekannt gab.
Bis 2029 sollen alle rund 850 Flugzeuge der Gruppe mit der Technologie ausgestattet sein, die auf dem Low-Earth-Orbit-Satellitennetz von Space X basiert – dem Unternehmen von Elon Musk, das mehr als 9000 Satelliten in der Umlaufbahn betreibt.
Der Dienst ist für alle Statuskunden und Travel-ID-Nutzer kostenlos – über alle Reiseklassen hinweg. Zum Investitionsvolumen machte das Unternehmen keine Angaben.
Nach der A320-Flotte von Lufthansa folgen Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines als nächste im Rollout. Alle weiteren Gruppenairlines – Ita Airways, Edelweiss, Discover Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines und Eurowings – haben ebenfalls bereits Ausbaupläne.
Für die Nutzung gelten Nutzungsregeln, die unter anderem Sprach- und Videoanrufe sowie Live-Streams von Bord untersagen und das Tragen von Kopfhörern beim Abspielen von Inhalten vorschreiben.
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"Make It Fly": Vini startet On-Demand-Buchungsmodell für Regionalflüge
Die On-Demand-Airline Vini hat ihre Website überarbeitet und mit "Make It Fly" ein neues Buchungsmodell gestartet. Reisende können Wunschstrecken angeben – bei ausreichender Nachfrage entsteht ein bestätigter Direktflug.
Vini startet On-Demand-Flüge © Flyvini
(David Haße) Die On-Demand-Airline Vini hat eine überarbeitete Website vorgestellt und mit "Make It Fly" ein neues Buchungsmodell gestartet.
Reisende können nun auf flyvini.com selbst angeben, wohin und wann sie fliegen möchten. Erreicht ein Reisewunsch genügend Nachfrage, wird daraus laut Unternehmen ein bestätigter Flug.
Auf der neuen Webseite gibt es nun zwei Wege zu einem Flug: Bestätigte Verbindungen sind sofort buchbar, für alle übrigen Strecken können Reisende ihren Wunsch über das Angebot "Make It Fly" platzieren. Die Zahlung wird laut Vini erst fällig, wenn genügend Nachfrage zusammenkommt und der Flug zustande kommt.
Vini versteht sich nicht als klassische Fluggesellschaft, sondern als "Plattform für regionale Direktverbindungen". Die Flüge führen lizenzierte Luftfahrtunternehmen durch. Vini plant, bündelt und vermarktet die Verbindungen, teilte das Unternehmen mit.
Vier Strecken bereits bestätigt
Aktuell sind laut Webseite vier Verbindungen bestätigt und sofort buchbar: Bern–München, von Karlsruhe/Baden-Baden sowie von Mannheim nach Berlin und von Straubing an die Adria.
Nach der Idee des Unternehmens soll aus Reisewünschen Nachfrage werden, aus Nachfrage sollen Flüge entstehen, und aus wiederkehrender Nachfrage sollen sich dauerhafte Verbindungen ergeben.
Über "Make It Fly" können Reisende dazu jetzt die Aufnahme weiterer Strecken mit ihrer Nachfrage unterstützen, etwa Augsburg–Bern, mehrere Verbindungen ab Mannheim nach Hamburg, Berlin und Antwerpen, die Strecke Bern–St. Tropez sowie mehrere Ziele ab Straubing, darunter Pula, Rijeka, Portoroz, Mali Losinj und Berlin.
Erste Testphase erfolgreich
Vini hatte den Website-Relaunch bereits am Montag auf "LinkedIn" angekündigt. Gründer und Chef Tomislav Lang erklärte zum neuen Modell: "Wir drehen einen Teil der klassischen Logik der Luftfahrt um: Wir stellen nicht zuerst Kapazität bereit und suchen danach Passagiere. Wir machen Nachfrage sichtbar, bündeln sie und bringen daraus neue Flüge in die Luft."
Auf der Verbindung Bern–München seien während der Testphase sämtliche angekündigten Flüge durchgeführt worden, teilte Vini mit.
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