Rahmenbedingungen in Deutschland: Ausländische Airlines schlagen Alarm
Nicht nur deutsche Fluggesellschaften leiden unter den Rahmenbedingungen für Luftverkehr in Deutschland. Der Verband der ausländischen Airlines in Deutschland – das Barig – fordert die Bundesregierung nun auf, die Standortkosten massiv zu senken.
Der Airline-Verband Barig (Board of Airline Representatives in Germany) warnt angesichts rückläufiger Passagierzahlen an deutschen Flughäfen vor einer weiteren negativen Entwicklung, bei der Deutschland immer stärker hinter den europäischen Durchschnitt zurückfalle.
Als Hauptursache für die rückläufigen Zahlen nennt das Barig die hierzulande im europäischen Vergleich zu hohen staatlichen Standortkosten sowie die Kosten von Arbeitskampfmaßnahmen.
Barig-Chairman Michael Hoppe rief die Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf.
Was Deutschland brauche, sei die vollständige Abschaffung dieser Steuer und eine massive Senkung der Standortkosten insgesamt. Die mangelnde Konnektivität und die gesunkenen Kapazitäten schadeten nicht nur der Mobilität, sondern auch dem Warenfluss und der Industrie.
Güter würden zunehmend über ausländische Flughäfen und per LKW nach Deutschland transportiert. Dies sei teurer, zeitaufwändiger und umweltbelastender als auf dem Luftweg, so Barig.
An den deutschen Flughäfen wurden im ersten Halbjahr insgesamt 97,7 Millionen Passagiere gezählt. Das entspricht einem Rückgang von knapp einem Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
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Luftverkehrsabkommen (6)
Ian Douglas, Honorary Senior Lecturer an der University of New South Wales und Professor of Practice an der Hong Kong Polytechnic University, erläutert im Interview mit airliners.de, wie bilaterale Abkommen Airline-Strategien prägen und warum Joint Ventures ein liberales regulatorisches Fundament brauchen.
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