Air Berlin ist insolvent. © dpa / Britta Pedersen

Thema Air Berlin

Nachdem die Airline am 15. August 2017 Insolvenz anmeldete, hat sich der Luftverkehrsmarkt in Deutschland grundlegend geändert.

Bundesarbeitsgericht weißt Forderungen von Air-Berlin-Flugbegleitern zurück

Kurzmeldung Fast zweieinhalb Jahre nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin hat das Bundesarbeitsgericht Forderungen von Flugbegleitern nach Abfindungen zurückgewiesen. In einer Grundsatzentscheidung zu vier Streitfällen, die es bis in die höchste Arbeitsgerichtsinstanz schafften, entschied der Erste Senat in Erfurt, dass dem Kabinenpersonal der einstigen Airline keine Zahlungen des Insolvenzverwalters als Nachteilsausgleich zustehen (1AZR 149/19).

Insolvenzverwalter Lucas Flöther. © Flöther & Wissing

Letzte Air-Berlin-Mitarbeiter verlassen alte Zentrale zum Jahreswechsel

Kurzmeldung Fast zweieinhalb Jahre nach der Pleite von Air Berlin räumt das Unternehmen seine alte Konzernzentrale. Die verbliebene Air-Berlin-Mannschaft mit knapp 30 Beschäftigten müsse zum Jahreswechsel in neue Räumlichkeiten umziehen, sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Das sei ein emotionaler Moment.

Die meisten ehemaligen "Air-Berliner" waren auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich

Kurzmeldung Arbeitsmarktforscher ziehen eine positive Bilanz zu den Transfergesellschaften, die sich nach der Air-Berlin-Pleite um die berufliche Zukunft der Angestellten kümmern sollten, schreibt der "Tagesspiegel". Viele sind bei neuen Arbeitgebern untergekommen, jedoch wesentlich mehr in Berlin als in Düsseldorf oder anderen Standorten.

Marius Langas mit den abmontierten Schriftzügen, der Rest von "Germania" ist auch vorhanden. © Marius Langas

Standort für Air-Berlin/Germania-Denkmal in BER-Anflugschneise gefunden

Kurzmeldung Flugzeug-Enthusiast Marius Langas hat einen Standort für die einst an einem Wartungshangar am Flughafen Schönefeld angebrachten Schriftzüge der beiden insolventen Fluggesellschaften Air Berlin und Germania gefunden. Wie moz.de berichtet, stehen die großen Buchstaben nun auf dem Gelände von Rieck Logistik, wo man das Denkmal im Anflug auf Landebahn 25R am BER gut erkennen kann.

Isländisches Gericht erlaubt Air Berlin, Flughafengebühren zurückzufordern

Kurzmeldung Ein isländisches Gericht hat in einem Präzedenzfall der Insolvenzverwaltung von Air Berlin um Lucas Flöther das Recht eingeräumt, vom isländischen Flughafenbetreiber Isavia Flughafengebühren zurückfordern zu können, wie das Wirtschfatsrecht-Portal "Juve" berichtet. Isavia hatte im Oktober 2017 ein Flugzeug von Air Berlin in Kevlavík festgehalten, obwohl die Abfertigungsgebühren offenbar per Vorkasse bezahlt worden waren.

Joachim Hunold übernahm 1991 Air Berlin. © Air Berlin

"Der Achim" von Air Berlin ist 70 geworden

Lesetipp Joachim Hunold, intern zu seiner Zeit auch bekannt als "der Achim", ist 70 Jahre alt geworden. Seine Geschichte, wie er es bis zum Chef der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin schaffte, erzählt der "Kölner Stadtanzeiger".

Kam vom Lufthansa-Konzern zu Air Berlin: Thomas Winkelmann © dpa / Alban Grosdidier

Klage gegen Ex-Air-Berlin-Chef Winkelmann abgewiesen

Lesetipp Das Landgericht Berlin hat eine Klage gegen den ehemaligen Chef von Air Berlin, Thomas Winkelmann, abgewiesen. Das Geschäftsmodell der Firma des Klägers Lothar Müller-Güldemeister wird vom Gericht angezweifelt, berichtet die "Berliner Morgenpost".

Im Cockpit des letzten AB-Flugs: Die Piloten David McCaleb (l-r), Roland Koch und der Co-Pilot Kai Dede. © dpa / Gregor Fischer

Die neuen Jobs der Ex-Air-Berliner

Lesetipp Nach der Insolvenz der Air Berlin im Herbst 2017 mussten sich die Angestellten neue Jobs suchen oder sich gänzlich neu orientieren. Einige Beispiele, unter anderen den Kapitän des letzten Fluges, stellt "RTL.de" vor.

Flugzeuge der Gesellschaft Air Berlin stehen auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Tegel. © dpa / Wolfgang Kumm

Air Berlin drückt als "Zombie" immer noch die Preise

Lesetipp Die Nachfolger der insolventen Air Berlin beziehungsweise die Flugzeuge der ehemals zweigrößten deutschen Airline sorgen auch zwei Jahre nach der Pleite für Überkapazitäten am europäischen Himmel. Air Berlin fliegt quasi als Zombie weiter, schreibt das "Handelsblatt".

Air-Berlin-Insolvenz als Lehrstück für die Branche

Lesetipp Insolvenzen sind immer schmerzhaft, für Mitarbeiter, Eigentümer und Kunden. Dennoch zeigen sich auch postive Seiten. Sio habe die Air-Berlin-Pleite den Markt auf viele Fehlentwicklungen hingewiesen, kommentiert Ulf Sommer im "Handelsblatt".

Flugzeuge von Air Berlin und Eurowings am Flughafen Düsseldorf. © AirTeamImages.com / Alun Morris Jones

Eurowings-Probleme erinnern an Air Berlin

Lesetipp Unübersichtliche Strukturen, hohe Kosten. Eurowings scheint die gleichen Probleme zu haben wie Air Berlin. Einen wichtigen Unterschied gibt es jedoch zwischen der Lufthansa-Tochter und der insolventen Airline aus Berlin, schreibt die "Wirtschaftswoche".

Reisegepäck wird am Flughafen Düsseldorf in eine Air-Berlin-Maschine verladen © dpa / Roland Weihrauch

Ex-Air-Berlin-Frachttochter Leisure Cargo ist pleite

Kurzmeldung Die Leisure Cargo, ehemalige Tochtergesellschaft der Air Berlin, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das ließ Sanierungsgeschäftsführer Tillmann Peeters mitteilen. Der Geschäftsbetrieb solle fortgeführt werden.

Flugzeuge von Air Berlin. © dpa

Air Berlin kann wahrscheinlich gesamten Hilfskredit zurückzahlen

Lesetipp Die insolvente Air Berlin hatte 2017 von der KfW einen Kredit über 150 Millionen Euro erhalten, von dem bislang 136 Millionen Euro zurückgezahlt wurden. Wahrscheinlich wird auch der Rest zurückgezahlt, schreibt die Berliner Morgenpost.

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