Gerüchte, abgehobene Anekdoten und unnützes Luftfahrtwissen für den Plausch in der Kaffeepause. Willkommen in der "Gossip Galley" auf airliners.de! Hier der Facebook-Gruppe beitreten.
Im Jahr 2017 meldete Air Berlin Insolvenz an und stoppte kurz darauf den Flugbetrieb. Lange Zeit galt die Marke Air Berlin als begraben.
Vor drei Wochen aber konnte Insolvenzverwalter Lucas Flöther die Marke erfolgreich verkaufen - an Marcos Rossello und seine Berliner Firma "Air 41".
Rossello ist auch Chef der Fluggesellschaft Sundair. Der Airline-Chef bestätigte vor circa drei Wochen den Kauf der Marke, ohne aber konkrete Pläne zu nennen.
Auf Nachfrage bestätigte Rossello nun gegenüber airliners.de, dass seine Firma auch die ehemalige Website von Air Berlin übernommen hat.
Nun tut sich etwas auf der Webseite, auf der bislang lediglich Informationen zum Insolvenzverfahren der AirBerlin PLC & Co. Luftverkehrs KG zu finden waren.
Stattdessen steht dort jetzt groß ein Air-Berlin-Logo, und zwar das kurz vor der Insolvenz neu entwickelte aber nie verwendete Bären-Logo der ehemaligen Fluggesellschaft.
Die Air-Berlin-Webseite nach der Insolvenz. Erst Infos zum Insolvenzverfahren, dann nach dem Verkauf der Markenrechte mit neuen Logo und "Coming soon", jetzt nur noch mit Logo. © Screenshots: airliners.de
Unter dem Logo stand am Donnerstag noch "airberlin coming soon", der Zusatz ist mittlerweile aber verschwunden.
Rossello bestätigt, das er mit seinem Unternehmen alle Markenrechte und Logos von Air Berlin übernommen hat.
Weitere Pläne für die Webseite wollte der Manager nicht nennen, der unter anderem mit Buchungswebseiten groß geworden ist.
"Mehr wird auf der Webseite vorerst nicht passieren", sagte Rossello und dementierte Spekulationen, wonach eine neue Langstreckenairline unter dem Namen geplant sei.
Daher gilt es auch als unwahrscheinlich, dass die Marke Air Berlin als Fluggesellschaft zurückkehrt oder gar Sundair ersetzen könnte. Die deutsche Charter- und Ferienfluggesellschaft hat sich mittlerweile gut etabliert.
"Air 41" entwickelt Software für Reiseveranstalter und Fluggesellschaften. Daher ist zumindest denkbar, dass die Website "airberlin.com" zukünftig als Buchungsplattform genutzt werden könnte, ähnlich wie es zuvor auch schon mit der Billigflieger-Marke "HLX" passiert ist.
Rossello hatte die Markenrechte bei 120.190 Euro und damit weit unter den Erwartungen von Insolvenzverwalter Flöther erworben.