Während Mitteleuropa unter Rekordhitze stöhnt, ist Norwegens zweitgrößte Stadt zum Sehnsuchtsort einer neuen Reisebewegung geworden. Mit der neuen Verbindung Wien–Bergen trägt Austrian Airlines diesem Wandel Rechnung – und verbindet dabei kaufkräftige Individualtouristen mit einer stabilen Nachfrage aus dem Geschäftsreisesegment. Eine Reise an den Rand Europas, die zeigt, warum 18 Grad im Sommer manchmal genug sind.
Die Hitze liegt schon morgens schwer über der Stadt. Wien im Frühsommer, und die Terrassen füllen sich früher als sonst – alle auf der Suche nach Schatten. Irgendwo auf dem Rollfeld wartet ein Airbus A320 nach Bergen. 18 Grad Tageshöchsttemperatur im August. Das klingt nicht nach Urlaub. Oder doch?
Wieso heißt Bergen eigentlich Bergen? Ich schaue es nach: Der Name leitet sich von der Lage der Stadt ab – umgeben von Bergen und tiefen Fjorden. Bergen gilt als die regenreichste Stadt Norwegens, liegt auf der geografischen Breite der Südspitze Grönlands.
"Ob ich die Regenjacke eingepackt habe?", frage ich mich kurz.
Geschäftsreisende und Individualtouristen als Fundament
Das ist der Punkt, warum Austrian Airlines seit Juni Bergen dreimal wöchentlich anfliegt und einem neuen Trend folgt: "Coolcations". Ich schaue auf die Mitreisenden im Gate. Eine Familie mit Wanderrucksäcken, ein paar Geschäftsleute im Anzug. Kein Strandgepäck, nirgends. Der Trend hat sich herumgesprochen – weg von der Hitze, rein ins Kühle.
Weil Österreicher es gut verstehen, die Feste zu feiern, wie sie fallen, wurde die neue Verbindung beim Erstflug richtig zelebriert. Vom Water-Salut bis zu Aufmerksamkeiten für die Fluggäste. Mit welcher Auslastung Austrian auf diesem Flug rechnet, will sie aber nicht verraten.
Flugbegleiter stehen vor dem Gate zum Austrian-Erstflug von Wien nach Bergen. : Drei Flugbegleiter in roten Austrian-Uniformen stehen am Gate F24 im Flughafen. Im Hintergrund sind ein Banner mit „READY, JET, GO!“, die Anzeige für Bergen und Hinweise auf Wien zu sehen. © Michael Csoklich
Zufällig fiel die Wahl auf Bergen, die zweitgrößte Stadt Norwegens, jedoch nicht, heißt es von Austrian. Das wirtschaftliche Kalkül der neuen Strecke basiere auf einer ausgewogenen Mischung aus verschiedenen Passagiersegmenten. Anspruchsvolle Individualtouristen auf der einen Seite – Bergen gilt als das zentrale Tor zu den weltbekannten norwegischen Fjorden. Die Geschäftsreisenden auf der anderen Seite sorgen für eine stabile Grundauslastung in den Premium-Buchungsklassen. Die deutschsprachige Region zähle zu den wichtigsten Märkten für Westnorwegen, das mit der neuen Verbindung noch stärker an Mitteleuropa angebunden wird und über die Anschlussflüge das Netz von Austrian, aber auch der Lufthansa-Gruppe stärkt.
Gleichzeitig verzeichnet die Fluggesellschaft ein reges Interesse auf der norwegischen Seite. Wien zählt aufgrund seines kulturellen Angebots und seiner Funktion als Drehscheibe für den Städtetourismus zu den beliebtesten Reisezielen in Mitteleuropa für skandinavische Urlauber. Die Vermarktung der Strecke erfolgt daher in beide Richtungen gleichermaßen intensiv.