SAS will ihre Präsenz am Flughafen Kopenhagen bis 2030 deutlich ausbauen. Das kündigte SAS im Zusammenhang mit einer Flottenbestellung bei Airbus an.
Der Ausbau in Kopenhagen soll demnach bis 2030 zusätzlich 25.000 Arbeitsplätze bringen und 25 Milliarden dänische Kronen (rund 3,34 Milliarden Euro) zum dänischen Bruttoinlandsprodukt beitragen.
Daten des Branchendienstes Air Service One auf Basis von Cirium-Daten zeigen, dass der dänische Markt für SAS bereits seit einigen Jahren der mit Abstand am stärksten wachsende der drei skandinavischen Heimatmärkte ist. Seit 2023 seien die von Dänemark aus angebotenen Sitzkilometer (ASK) um 60 Prozent gestiegen, während sie in Norwegen und Schweden nahezu unverändert geblieben seien. Die dänische Sitzplatzkapazität liege 2026 um 30 Prozent über dem Niveau von 2019. Norwegen sei zwar 2026 weiterhin knapp der größte Markt von SAS nach Sitzplätzen, liege aber 27 Prozent unter dem Niveau von 2019.
Vor der Corona-Pandemie war Norwegen für SAS noch der mit Abstand größte Markt nach Sitzplätzen, während sich die drei Länder bei den Sitzkilometern kaum unterschieden – mit Dänemark knapp vorn. SAS ist 1946 durch den Zusammenschluss der nationalen Fluggesellschaften Dänemarks, Norwegens und Schwedens entstanden und war Gründungsmitglied der Star Alliance, bevor das Unternehmen zum Skyteam wechselte.
Größte Investition der Unternehmensgeschichte
Airbus teilte mit, SAS habe 18 A330neo bestellt. Das sei Teil eines Flottenmodernisierungsplans mit bis zu 40 europäischen Langstreckenflugzeugen im Gesamtwert von zehn Milliarden Dollar (rund 8,8 Milliarden Euro) – die größte Investition in der Geschichte der Fluggesellschaft. Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce machte abweichende Angaben und sprach von 20 neuen A330neo, die mit dessen Trent-7000-Triebwerken ausgestattet seien, plus Optionen auf zehn weitere Maschinen.
SAS kündigte zudem an, eine nicht näher bezifferte Anzahl des Vorgängermodells A330-300 zu übernehmen, um die Wachstumsphase bis zur Auslieferung der neuen Flugzeuge zu überbrücken. Eine Aufschlüsselung zwischen Festbestellungen, Optionen und geleasten älteren Flugzeugen nannte das Unternehmen bislang nicht.