A330-900 und A330-300: SAS bestellt bis zu 40 Großraumflugzeuge, © Airbus
SAS A330-900 Neo : SAS-Airbus A330-900neo im Flug über einer Wolkendecke. Die Maschine ist seitlich vor hellem, leicht dunstigem Himmel zu sehen. Das blaue Leitwerk mit SAS-Logo ist deutlich erkennbar. © Airbus
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Die skandinavische Fluggesellschaft SAS bestellt bis zu 40 Großraumflugzeuge. Im Detail geht es um 18 neue Airbus A330-900 Neo sowie zusätzlich eine nicht genauer genannte Anzahl an A330-300, die das SAS-Wachstum bis zur Auslieferung der neuen Maschinen abdecken sollen.

Der Auftrag habe einen Gesamtlistenpreis von mehr als zehn Milliarden US-Dollar und sei damit die größte Investition in der Geschichte des Unternehmens, teilte SAS am Dienstag mit, ohne zu nennen, woher die A330-300 kommen. Airbus selbst nennt in seiner Pressemitteilung nur die 18 neuen A330 Neo.

Investition nach langer Durststrecke

Mit der Bestellung modernisiere die Airline ihre Flotte so umfassend wie seit Jahrzehnten nicht mehr, hieß es in der Mitteilung. Bereits im vergangenen Jahr hatte SAS bei Embraer 55 Regionaljets vom Typ E195-E2 im Wert von rund vier Milliarden US-Dollar bestellt. Parallel läuft die Erneuerung der Airbus-A320-Neo-Kurzstreckenflotte.

Die Flottenmodernisierung folgt auf eine tiefgreifende Restrukturierung. Die zum Teil zur Air France-KLM gehörende SAS hatte erst vor zwei Jahren das Gläubigerschutzverfahren nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts beendet. In dem Verfahren strukturierte die Airline Verbindlichkeiten von mehr als zwei Milliarden US-Dollar um, passte ihre Flotte an und zog ihre Aktie von der Börse zurück. Die neuen Eigentümer übernahmen ein profitableres Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2025 verbuchte SAS nach eigenen Angaben einen operativen Gewinn von drei Milliarden schwedischen Kronen (308,5 Millionen US-Dollar) – getragen von höheren Passagierzahlen und Erlösen. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen operativen Verlust von 2,1 Milliarden Kronen ausgewiesen.

Ausbau am Drehkreuz Kopenhagen

Parallel plant SAS einen umfangreichen Ausbau am Drehkreuz Flughafen Kopenhagen bis 2030. Eine zeitgleich vorgelegte Analyse beziffert die wirtschaftlichen Effekte:

Bei Umsetzung der Wachstumspläne sollen 25.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und die dänische Wirtschaftsleistung bis 2030 um 25 Milliarden dänische Kronen (3,81 Milliarden US-Dollar) wachsen. In Südschweden würden zudem rund 4000 weitere Stellen entstehen. Insgesamt würde SAS bis 2030 nach eigenen Berechnungen 64.000 Arbeitsplätze sichern und 66 Milliarden dänische Kronen zur Wirtschaftsleistung des Landes beitragen.

Mit Blick auf den Klimaschutz unterzeichnete SAS am Dienstag zudem eine Absichtserklärung mit dem Unternehmen "SkyKraft". Die Partner wollen die Entwicklung von E-SAF – synthetisch hergestelltem nachhaltigem Flugkraftstoff – gemeinsam vorantreiben.

Die SAS feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Gegründet worden war die Airline 1946, als sich die nationalen Fluggesellschaften Dänemarks, Norwegens und Schwedens zusammenschlossen. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen Mühe, sich gegen Billigfluggesellschaften zu behaupten. Mehrere Kapitalerhöhungen und Umstrukturierungspläne scheiterten daran, die grundlegenden Probleme aus hohen Kosten und schwacher Nachfrage zu lösen. Der Konzernhauptsitz liegt in Schweden.

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