Anlässlich des Starts der neuen Air-Canada-Verbindung zwischen Montreal und Berlin haben wir uns mit Rocky Lo, Managing Director International Sales bei Air Canada, unterhalten. Das Gespräch dreht sich um den Wiedereinstieg in den Berliner Markt, den Einsatz der neuen Airbus A321 XLR auf dem Nordatlantik sowie die Perspektiven für weitere deutsche Flughäfen im Streckennetz der kanadischen Fluggesellschaft.
airliners.de: Herr Lo, Air Canada kommt seit 2019 erstmals wieder nach Berlin. Wie genau geht es jetzt los?
Rocky Lo: Wir freuen uns sehr, nach sieben Jahren Pause wieder nach Berlin zurückzukehren. Der erste Flug ist am 3. Juli auf der neuen Verbindung Montreal-Berlin gestartet. Zum Auftakt setzen wir eine Boeing 787-8 ein.
Ab Mitte Juli wechseln wir dann aber auf unser neues Muster, den Airbus A321 XLR, mit dem wir die Verbindung dreimal pro Woche bedienen. Zunächst fliegen wir saisonal im Sommerflugplan und schauen uns an, wie sich der Markt entwickelt. Auf Basis der ersten Saison entscheiden wir dann über Kapazität und Frequenz für das nächste Jahr.
Rocky Lo, International Sales von Air Canada und Thomas Kohr, Head of Corporate & Business Development beim Flughafen Berlin. : Rocky Lo von Air Canada und Thomas Kohr vom Flughafen Berlin sitzen bei einem Treffen an einem Konferenztisch und geben sich die Hand. Im Raum sind Verbandslogos zu sehen, auf dem Tisch stehen Getränke und Konferenzutensilien. © airliners.de / David Haße
Warum steigen Sie auf der Strecke Montreal-Berlin ein und nicht wieder ab Toronto?
Es stimmt, zuletzt sind wir mit Air Canada Rouge aus Toronto nach Berlin gekommen. Das war ein anderes Produkt. Montreal ist eines unserer großen Drehkreuze in Kanada. Von dort aus können Passagiere aus Berlin natürlich Montreal und Quebec besuchen, aber ebenso innerhalb Kanadas weiterfliegen sowie fast 50 Ziele in den USA erreichen. Auch die Karibik und Mexiko sind über Montreal gut angebunden.
Ein besonderer Vorteil: In Montreal bieten wir für Umsteiger eine US-Pre-Clearance. Reisende erledigen die Einreiseformalitäten der US-Grenzbehörde bereits in Montreal und werden bei der Ankunft in den USA wie Inlandspassagiere behandelt. Das spart in den großen US-Flughäfen viel Zeit.
Warum ist gerade die A321 XLR aus Ihrer Sicht das passende Muster für Berlin–Montreal?
Der Airbus A321 XLR passt sehr gut zu dieser Strecke. Sie verfügt über 14 echte Lie-flat-Sitze in der Business Class und eine komfortable Economy Class. Insgesamt bietet das Flugzeug 182 Sitzplätze (also 168 Economy). Für uns ist sie damit die richtige Größe, um eine neue Route wie Berlin–Montreal wirtschaftlich zu erschließen und flexibel auf die Nachfrage zu reagieren.