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Lösungsgedanken
Das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien ist gespielt [Ergebnis bitte ergänzen] – und damit ist auch die bislang längste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten endlich vorbei. Gefühlt hat sie sich sogar noch länger gezogen, schließlich schied Deutschland bereits so früh aus.
Aerolíneas Argentinas hat in der vergangenen Woche vorgeführt, wozu Fußball fähig ist: Zwei Sonderflüge zum WM-Finale nach New York waren binnen weniger Stunden ausgebucht, Economy für 5000 Dollar [Redaktion: Euro-Betrag ergänzen], Business für 10.000 Dollar – weit über dem sonst üblichen Tarif.
Vielleicht ist das ja genau die Erkenntnis des WM-Sommers: Menschen sind gewillt, jeden Preis zu zahlen und zu reisen – wenn es nur einen angemessenen Grund dazu gibt. Gleichzeitig kämpft die deutsche Reisebranche mit verunsicherter Buchungslust, wie Ifo-Werte nun belegen.
Deutscher Flugverkehr und deutscher Fußball haben mittlerweile nämlich einiges gemeinsam: Stagnation, fehlende Attraktivität und schlechte Stimmung.
Branchenverbände wie der BDL und Co. sollten sich also mit dem Deutschen Fußball-Bund zusammentun, um dem stagnierenden Flugverkehr – und dem schlechten Fußball – in Deutschland entgegenzuwirken. Denn: Die EM 2028 in England ist näher, als es sich anfühlt; die WM 2030 – ausgetragen in gleich sechs Ländern zwischen Südamerika und der Iberischen Halbinsel – ebenfalls. Die Männer-Nationalelf hat also ziemlich genau zwei Jahre Zeit, um wieder Fußball zu liefern, für den man bereit ist, den Kontinent zu wechseln.
Ob das gelingt, steht auf einem anderen Blatt. Vorlegen kann derweil schon die Frauen-Nationalelf: Bei der WM 2027 in Brasilien hat sie die Chance, vorzumachen, wie man Begeisterung – und damit Buchungen – auslöst. Die Männer wüssten dann wenigstens, wie es geht.
Tipp: Noch mehr Gedankenflüge gibt es zum Hören: Den airliners.de-Podcast "Gedankenflüge" gibt es überall, wo es Podcasts gibt.