Lufthansa baut Terminal 2 in München aus – Inbetriebnahme 2035 geplant, © DPA/Karl-Josef Hildenbrand
Zwei Männer sitzen anlässlich der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Lufthansa im Cockpit des Airbus A350-900, Rostock. : Innenaufnahme des Cockpits eines Airbus A350-900 in einem Hangar. Zwei in Anzügen gekleidete Männer sitzen auf den Pilotensitzen, vor ihnen große Instrumentenpanels, Multifunktionsdisplays und die Zentralkonsole. Tageslicht fällt durch die Fenster. © DPA / Karl-Josef Hildenbrand
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Lufthansa baut das Terminal 2 am Münchner Flughafen aus. Durch den Erweiterungsbau sollen Kapazitäten für bis zu zehn Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr geschaffen werden. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2035 geplant.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr gab die Entscheidung beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Fluggesellschaft am Münchner Flughafen bekannt. Das Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa mit dem Münchner Flughafen werde bis zum Jahr 2056 verlängert, sagte Spohr. Zur Höhe der notwendigen Investitionen äußerte er sich nicht.

Das Projekt wird als Joint Venture der bisherigen Partner realisiert: Die Flughafen München GmbH hält 60 Prozent, Lufthansa 40 Prozent der Anteile. Eine entsprechende Absichtserklärung war bereits 2019 unterzeichnet worden, das Vorhaben dann wegen der Corona-Pandemie jedoch auf Eis gelegt worden.

Vorerst keine Erweiterung in Frankfurt

Die Entscheidung zugunsten Münchens bedeutet einen Rückschlag für Frankfurt. Spohr hatte im Vorfeld klargestellt, dass der Konzern nur an einem seiner beiden deutschen Heimatdrehkreuze so stark wachsen will, dass eine größere Erweiterung nötig werde. "Für beides besteht kein Bedarf", hatte er gesagt.

Der Frankfurter Flughafen, der größte deutsche Airport, wolle seine Terminals weiterhin in Alleinregie betreiben, hieß es.

Dennoch hat Lufthansa auch konkrete Pläne für Frankfurt mitgeteilt. Im Terminal 1 soll der Interkontinentalverkehr weiter wachsen; zudem investiert Lufthansa Cargo mehr als 600 Millionen Euro in ein neues Frachtabfertigungszentrum am Standort Frankfurt.

Mit der Eröffnung des Terminal 3 im April 2026 ergibt sich darüber hinaus die Möglichkeit, den nördlichen Teil des Flughafens langfristig zu stärken. Gemeinsam mit Fraport und Fra Alliance hat die Lufthansa Group dazu bereits in diesem Monat das Projekt "Campus Nord" gestartet, das den Hub-Betrieb rund um Terminal 1 optimieren und das Reiseerlebnis für Gäste der Lufthansa Group sowie ihrer Allianzpartner verbessern soll.

München ist nach Frankfurt die zweite Drehscheibe der Lufthansa für den internationalen Flugverkehr. Zwei Drittel der Passagiere sind Umsteiger, die von anderen Flughäfen kommen. Anders als in Frankfurt ist die Airline am Terminal 2 Mitbetreiberin und hat damit mehr Einfluss auf Planung und Betrieb.

Am Terminal 2 starten und landen auch die Tochter- und Partnerfluggesellschaften der Lufthansa.

"Luftfahrt ist und bleibt eine Wachstumsbranche", begründete Spohr die Ausbaupläne. Bei der Eröffnung des Münchner Flughafens 1992 seien 14 Millionen Passagiere pro Jahr erwartet worden – im vergangenen Jahr waren es über 43 Millionen.

Dritte Startbahn und ICE-Anschluss gefordert

Bereits ausgebaut wird in beiden Städten: In Frankfurt soll im April das Terminal 3 für bis zu 19 Millionen Passagiere jährlich eröffnet werden. In München ist zuvor noch ein Erweiterungsbau des Terminal 1 für bis zu sechs Millionen Passagiere geplant – dieser wird allerdings nicht von Lufthansa genutzt.

Um das künftig steigende Flugaufkommen in München bewältigen zu können, hält Spohr den Bau einer dritten Start- und Landebahn für unerlässlich. "Wir schulden es der nächsten Generation, dass wir diese Option offenhalten", sagte der Konzernchef jüngst bei einem Empfang des bayerischen Finanzministers Albert Füracker (CSU) in der Münchner Residenz.

Politisch liegt der Ausbau noch bis mindestens 2028 auf Eis, da die aktuelle Bayerische Regierung aus CSU und Freien Wählern einen Ausbau um eine dritte Bahn ablehnt. Die Wahl von Dominik Krause (Grüne) zum Münchner Oberbürgermeister dürfte die Aussichten auf eine dritte Start- und Landebahn am Flughafen München weiter verschlechtern, da auch München ein Veto-Recht besitzt.

Spohr drängt zudem auf einen ICE-Anschluss für den Flughafen München. Das Vorhaben wird seit Jahren diskutiert, ohne dass es zu konkreten Fortschritten gekommen wäre. Mit der nun beschlossenen Terminalerweiterung erhöht Lufthansa den Druck auf die Deutsche Bahn in dieser Frage.

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