Eurowings startet mit Langstrecken ab Frankfurt, © AirTeamImages.com/Jan Severijns
Ein Airbus A330 der Eurowings. © AirTeamImages.com / Jan Severijns
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Eurowings startet mit dem Wechsel zum Winterflugplan an diesem Wochenende erstmalig am Lufthansa-Drehkreuz in Frankfurt - und zwar mit vier touristischen Langstreckenzielen. Der erste Flug startete am Freitag, 25.10. nach Las Vegas. Es folgen innerhalb einer Woche Mauritius, Bridgetown auf Barbardos und Windhoek.

Alle Ziele sollen dreimal wöchentlich angeflogen werden. Dazu wird der Lufthansa-Billigflieger vier Langstreckenflugzeuge am Drehkreuz der Mutter stationieren. Dabei handelt es sich um Airbus A330-200, die von Sun Express Deutschland betrieben werden. Die bei Gecas geleasten Flugzeuge werden dazu von Düsseldorf nach Frankfurt verlegt.

Zudem hat Eurowings die kommerzielle Verantwortung der Langstreckenflüge in die Hände des Lufthansa-Group Netzwerk-Managements überführt. Ein Schritt, der Teil eines ganzen von Lufthansa im Sommer beschlossenen Maßnahmenpaketes ist, um Eurowings mittelfristig profitabel zu machen. Die Lufthansa-Tochter soll ihren Vertriebs-Fokus derweil auf Kurz- und Mittelstrecken legen.

Für die Langstreckenflüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München wird diese Umstellung nun vollzogen, die Fernflüge in Düsseldorf übernimmt die Konzernmutter zum 1. Januar 2020. Ab Frankfurt und München bekommen die Linienverbindungen eine Eurowings-Flugnummer mit Lufthansa-Codeshare. Sogar Zubringer gibt es.

Lufthansa hat die touristische Langstrecke als Wachstumspotenzial erkannt

Ein Eurowings-Sprecher sagte auf Anfrage von airliners.de zudem, dass Lufthansa auch die Abfertigung und sonstige Koordination der Flüge in Abstimmung mit Sunexpress und Eurowings übernimmt. Eurowings braucht so auch keine eigenen Mitarbeiter für die Flüge von Frankfurt und München abstellen.

Insgesamt verfestigt sich damit der von Lufthansa-Vertriebschefin Heike Birlenbach im März angekündigte Weg, auf der touristischen Langstrecke wachsen zu wollen. Damals sagte sie zu airliners.de: "Gerade im Tourismus-Segment sehen wir riesige Wachstumspotentiale für die Lufthansa-Group". Daher wolle die Lufthansa-Gruppe auch die Zusammenarbeit mit touristischen Veranstaltern stark ausbauen.

Eine Basis für den Ausbau der Leisure-Langstrecke soll Eurowings sein. "Bei den rein touristischen Destinationen haben wir mit der Eurowings-Produktlinie eine bessere Wachstumschance", so Birlenbach: "Genau dafür brauchen wir die Eurowings." Im Rahmen der Ankündigung der Strecken im Frühjahr sprachen Eurowings-Manager noch von einem "Starterpaket" der Low-Cost-Airline im Frankfurter Langstreckengeschäft.

Auffällig ist dabei, dass die in diesem Winter angeflogenen Ziele bis auf Windhoek allesamt auch von Condor angeflogen werden und zu deren stärksten Langstreckenrouten gehören.

© Eurowings, Athenea Diapouli-Hariman Lesen Sie auch: Eurowings setzt sich in Frankfurt auf Condor-Strecken Analyse

Eurowings wirft nun auf den Strecken ähnlich viel oder sogar mehr Kapazitäten auf den Markt. So bietet Condor im gesamten Winterflugplan rund 21.000 Sitzplätze nach Mauritius, Eurowings 17.980. Nach Barbados bietet Condor 11.400 und Eurowings sogar 18.000 Sitzplätze an.

Condor selbst zeigte sich nach der Eurowings-Ankündigung für den Markteintritt in Frankfurt im Frühjahr noch demonstrativ gelassen. Nach einem bewegten Sommer ist die Airline jetzt jedoch wieder selbständig. Ausgestattet mit einem üppigen staatlichen Überbrückungskredit und unter einem sogenannten Schutzschirmverfahren, läuft die Suche nach neuen Partnern oder Investoren mit Hochdruck. Neue Konkurrenz, die die Ertragslage auf wichtigen Routen kurzfristig schmälern könnte, dürfte derzeit besonders ungerne gesehen sein bei dem Frankfurter Ferienflieger.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Eurowings-Marke fliegt weiter Langstrecke

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TGV (links) und ICE einträchtig im Pariser Gare de l'Est. Aufgenommen 2017 bei der Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Bahnverbindung Frankfurt/Stuttgart-Paris., © Rietig
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Frankreich zieht nach: "Train gelöscht"

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Ein Mitarbeiter von Elbe Flugzeugwerke GmbH arbeitet in einem Hangar am Bug eines A380 von Lufthansa., © DPA/Sebastian Kahnert
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Passagiere stehen am Münchner Flughafen an einem Check-In Schalter., © DPA/Sven Hoppe
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Passagiere steigen in ein ATR-Flugzeug der DAT., © Skyhub PAD
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