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Mit dem Aus von Skyhub PAD stirbt eine weitere Idee, den innerdeutschen Luftverkehr wieder neu zu beleben, wenigstens lokal. Denn wenn man ein Geschäftsmodell aufsetzt, das es trotz der vielen Geldgeber nicht schafft, den ersten Sommer zu überleben, dann ist grundlegend etwas faul.
Die Initiative nannte unter anderem schwache Nachfrage als einen der Gründe. In der neuen "Gedankenflüge"-Folge haben wir uns dem Thema ausführlich gewidmet.
Nach der Aufzeichnung hat Skyhub PAD offizielle Passagierzahlen veröffentlicht. Ich habe mich damit gleich mal in Kopfrechnen geübt. Das Ergebnis fällt dabei echt ernüchternd aus.
Auf der Strecke Paderborn/Lippstadt–München hatte Skyhub PAD mit 90.000 Passagieren pro Jahr kalkuliert. Tatsächlich beförderte DAT für die Initiative seit dem 1. September 2025 auf allen drei Strecken zusammen lediglich 30.000 Passagiere. Da die Verbindungen München–Pécs und München–Lübeck noch relativ neu sind, dürfte ihr Anteil daran gering ausfallen. Für die Hauptstrecke ergibt sich daraus ein Load Factor von rund 40 Prozent – verglichen mit den angepeilten 85 bis 90 Prozent eine erhebliche Diskrepanz.
Bemerkenswert: Dieser Wert hat sich seit der ersten Bestandsaufnahme kurz nach dem Erstflug am 1. September 2025 kaum verändert. Skyhub PAD hatte bereits für den damaligen September ähnliche Load-Factor-Werte gemeldet.
Als möglicher Erfolgsfaktor galt die Codeshare-Vereinbarung mit Lufthansa, die erst Ende April in Kraft trat – und damit kaum Zeit hatte, Wirkung zu entfalten. Ob sie früher den Unterschied gemacht hätte, bleibt offen. Klar war sicher allen, dass man mit Inlandsflügen kein Geld verdienen kann. Aber dass man offenbar so viel verbrennen kann, war den zuletzt 103 Mitstreitern in und um Paderborn dann wohl auch nicht bewusst.
Tipp: Noch mehr Gedankenflüge gibt es zum Hören: Den airliners.de-Podcast "Gedankenflüge" gibt es überall, wo es Podcasts gibt.