Trotz Iran-Krieg und Lufthansa-Streiks: Fraport steigert im ersten Quartal Gewinn, © Fraport
Die Zentrale des Flughafenbetreibers Fraport. © Fraport
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2023\/08\/2022-08-08-pm-6m-q2-2023-TIOj1p__wide__824?v=1691483702","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 Fraport"},"caption":"Die Zentrale des Flughafenbetreibers Fraport."}

Fraport hat im ersten Quartal seinen Umsatz um 1,6 Prozent auf 882 Millionen Euro gesteigert, wie der Flughafenbetreiber mitteilte. Das Ebitda legte um 10,4 Prozent auf 196 Millionen Euro zu und übertraf damit den Analystenkonsens von 192,8 Millionen Euro. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein saisontypischer Verlust von knapp 18 Millionen Euro.

Der Nahost-Verkehr war im Quartal um 70 Prozent eingebrochen. Zuwächse in anderen Regionen – insbesondere nach China, Indien, Thailand und Afrika, wo der Verkehr jeweils um mehr als 20 Prozent wuchs – glichen den Rückgang aus.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt stieg im Quartal um 2,3 Prozent auf 12,7 Millionen. Konzernweit kletterte das Aufkommen um 5,2 Prozent auf 28,6 Millionen.

April deutlich schwächer

Im April brachen die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen um einen "niedrigen zweistelligen Prozentsatz" ein, wie Fraport in seiner Ergebnispräsentation mitteilte. Neben dem Rückgang im Nahost-Verkehr um rund zwei Drittel entgingen dem Flughafen durch die Streiks bei der Lufthansa rund 500.000 Passagiere.

Der Flughafenbetreiber präzisierte seine Jahresprognose für Frankfurt: Das Passagieraufkommen wird nun am unteren Ende der Spanne von 65 bis 66 Millionen Passagieren erwartet.

Jahresprognose bestätigt

Trotz der Belastungen hält Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte an den Gesamtjahreszielen fest. "Für das Gesamtjahr halten wir an unserer Prognose für 2026 fest, basierend insbesondere auch auf den Aussagen der Bundesregierung zur gegebenen Versorgungssicherheit mit Kerosin", sagte Schulte.

Konzernweit werden 188 bis 195 Millionen Passagiere erwartet. Das Konzern-Ebitda soll auf bis zu 1,5 Milliarden Euro steigen. Die Fraport-Aktie hat seit Beginn des Iran-Konflikts rund 17 Prozent an Wert verloren.

Die Prognose steht unter einem expliziten Vorbehalt: Sie gilt nur, sofern die Kerosinversorgung nicht unterbrochen wird, wie Finanzvorstand Matthias Zieschang betonte.

Der Konzerngewinn vor Minderheitsanteilen dürfte 2026 auf 300 bis 400 Millionen Euro sinken – bedingt durch höhere Zinsen und Abschreibungen infolge abgeschlossener Ausbauprojekte, darunter das neue Terminal 3 in Frankfurt.

Der Nationale Sicherheitsrat hatte im April nach einer Sitzung mit Vertretern von Bund, Ländern und Sicherheitsbehörden vorläufig Entwarnung bei möglichen Treibstoffengpässen gegeben. Die Kerosinvorräte seien für "absehbare Zeit" ausreichend, zudem gebe es "Raffinerieoptionen" für eine schnelle Reaktion auf mögliche Versorgungslücken.

Gebannt ist die Gefahr jedoch nicht: EU-Energiekommissar Dan Jørgensen erklärte am Dienstag in Brüssel, die EU bereite sich auf mögliche Versorgungsengpässe vor – besonders bei Flugkraftstoff.

Verlinkungen anzeigen

Hier finden Abonnenten Links zu Quellen und weiterführenden Informationen. Jetzt airliners+ testen

Sie haben schon einen Zugang? Hier anmelden

airliners+ Magazin

Jede Woche neue Impulse: Das digitale Wochenmagazin für die Luftverkehrswirtschaft. Ausgabe herunterladen und lesen
airliners+ Magazin 29/2026 Ausgabe herunterladen
und lesen
Titelbild: airliners+ Magazin 29/2026
Artikel 4 – Volodymyr Bilotkach: Open Skies USA–EU, © airliners.de/KI
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/06\/open-skies-usa-eu-EYgvTj__square__360?v=1782229812","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ KI"},"caption":"Artikel 4 \u2013 Volodymyr Bilotkach: Open Skies USA\u2013EU"}

Wie das Open-Skies-Abkommen den Transatlantikmarkt veränderte – und wo nicht

Luftverkehrsabkommen (4) Achtzehn Jahre nach Inkrafttreten des Open-Skies-Abkommens zwischen den USA und der EU zieht Volodymyr Bilotkach von der Purdue University Bilanz: Der Transatlantikmarkt ist gewachsen, doch Heathrow und JFK dominieren weiterhin – und die Konsolidierung auf US-Seite hat den Wettbewerb spürbar verringert.

16 min
Ausgabe lesen
Analyse der Augenposition, © airliners.de/Andreas Sebayang
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/07\/dsc-8533-BZt50y__square__242?v=1784638333","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Andreas Sebayang"},"caption":"Analyse der Augenposition"}
Einmal im Monat veröffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne., © dpa/Fotomontage: airliners.de
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2013\/07\/luftrecht_d2c01526df6ecea1e4aa59d883f5f9bb__square__242?v=1784720191","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 dpa\/ Fotomontage: airliners.de"},"caption":"Einmal im Monat ver\u00f6ffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne."}
Luftrechtskolumne (144)

Was sind eigentlich Service Bulletins?

Ankunft der deutschen Nationalmannschaft nach dem dritten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador am Flughafen Smith Reynolds., © DPA/Christian Charisius
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/06\/5fb9b4009f734a36-OYWzFF__square__242?v=1782741123","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Christian Charisius"},"caption":"Ankunft der deutschen Nationalmannschaft nach dem dritten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador am Flughafen Smith Reynolds."}
Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

ch-aviation GmbH

Accurate data and news on the airline industry.

Zum Firmenprofil

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil

Wildau Institute of Technology e. V. (WIT)

Berufsbegleitender Aviation-Master und Weiterbildungsformate

Zum Firmenprofil

RBF-Originals.de

Ihr Spezialist für "Remove Before Flight"-Anhänger

Zum Firmenprofil

Hochschule Worms

Wissen, worauf es ankommt!

Zum Firmenprofil

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil

AHS Aviation Handling Services GmbH

The perfect team for every stop

Zum Firmenprofil

ADV Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V.

Unsere Flughäfen: Regionale Stärke, globaler Anschluss

Zum Firmenprofil

STI Security Training International GmbH

Wir trainieren Ihre Sicherheit.

Zum Firmenprofil

IU International University of Applied Sciences

WIR SIND DIE IU!

Zum Firmenprofil

GAS German Aviation Service GmbH

Deutschlands größtes FBO & Handling Netzwerk

Zum Firmenprofil