Embraer hat auf der Messe der National Business Aviation Association (NBAA) in Orlando, USA, einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung im Geschäftsreiseflugzeugsegment gegeben. Der brasilianische Hersteller präsentierte ein Konzeptflugzeug, das autonom fliegen soll und weitere Zukunftstechniken nutzt.
Das Konzept vereine mehrere Technologien, die Embraer bei der zukünftigen Entwicklung neuer Businessjets als vorrangig ansieht, hieß es bei der Präsentation. Neben dem Fliegen ohne Piloten betrifft das vor allem eine umfassende Nutzung von künstlicher Intelligenz in zahlreichen Systemen sowie die Umstellung auf umweltschonende Antriebe. Auch über ein fortschrittliches Produktionssystem macht sich der Hersteller Gedanken.
Embraers Zukunftsjet ist ein mittelgroßes Modell, ähnlich der Praetor-Familie. Der Platz für das Cockpit wird als Aussichtsplattform genutzt. Der Zugang zum Flugzeug erfolgt über eine Treppe im Mittelteil des Rumpfes, die zu einer sehr geräumigen Kabine führt, die mit großen Fenstern und Multifunktionsbildschirmen ausgestattet ist.
Ein Konzept, das inspirieren soll
Bei der Konfiguration des Flugzeugs fällt vor allem ein neu gestaltetes Heck auf, das in seiner Ausprägung auf einen Wasserstoff-Hybrid-Antrieb hinweist. Nähere Infos zum Antrieb gab Embraer nicht. Bei den gezeigten Ideen handle es sich um ein "inspirierendes Konzept".
Vor allem die Idee, die Piloten komplett aus dem Konzept zu entfernen, kann durchaus als "kühn" bezeichnet werden. Bislang zielt die Entwicklung bei Passagierflugzeugen zunächst auf ein Ein-Personen-Cockpit, da weitere Regularien zumindest für einen kommerziellen Einsatz noch nicht feststehen.
Selbst Flugtaxis wie der Lilium-Jet oder Volocopter-Vehikel sollen zunächst mit Piloten fliegen. Konzepte für neue Frachtflugzeuge sind da anders: Hier werden Piloten an Bord wohl schon früher durch Computersysteme ersetzt.