Politik & Gesellschaft Trostlose Corona-Gegenwart und visionäre Wasserstoff-Zukunft

Das wöchentliche airliners.de-Politik-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit einem neuen, alten Hoffnungsträger für künftige Flugzeugantriebe und den Rückholaktionen, Grenzschließungen und EU-Regulierungsanstrengungen in der größten Luftfahrtkrise seit Jahrzehnten.

Charles Michel, EU-Ratschef nimmt an einer Videoschalte der EU-Staats- und Regierungschefs teil. © dpa / Dario Pignatelli

Jour fixe auf airliners.de: Immer mittwochs präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche zu den Luftfahrt-Rahmenbedingungen Politik, Umwelt und Recht. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Corona, Politik & Gesellschaft

Die Iata gibt noch einmal deutlich schlechtere Prognosen zur finanziellen Situation der Airlines während und nach der Corona-Krise ab. Die Kurve der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche werde kein "V" mit Corona-Tiefpunkt, sondern ein "U" aufgrund einer zu erwartenden Rezession. Weiterlesen

© Iata, Lesen Sie auch: Iata fordert Finanzhilfen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet, dass Fluggesellschaften weltweit die Corona-Krise nur mit Hilfe staatlicher Unterstützung überleben werden. Aktuell fliegen die Airlines der Gruppe nur noch fünf Prozent des Angebots - und setzen auf Kurzarbeit. Weiterlesen

Viele Fluggesellschaften in Europa geraten durch die Coronakrise in Schieflage, schreibt die "Wirtschaftswoche". In vielen Fällen greift der Staat jetzt bereits ein, damit es nicht zur Pleite kommt.

Nach Plänen der Regierung könnte ein Rettungsfonds für Unternehmen aufgelegt werden, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind. Sollte sich die Situation nicht bessern, wären Tui und Lufthansa Kandidaten. Weiterlesen

EU-Regulierung in der Corona-Krise

Die EU hat auf die vielen Rufe nach mehr Klarheit über die Passagierrechte während der Corona-Krise reagiert und Leitlinien für die Verkehrsunternehmen veröffentlicht. Hohe Entschädigungssummen bei Annullierungen gibt es vorerst nicht mehr. Die Airlines reagierten dennoch enttäuscht. Weiterlesen

© dpa, Lesen Sie auch: Iata fordert Einschränkung von Passagierrechten während Krise

Die EU-Kommission hatte die verpflichtende Nutzung von Slots an europäischen Flughäfen im Zuge der Corona-Krise vorübergehend ausgesetzt. Die Mitgliedstaaten wollen, dass das für den ganzen Sommerflugplan so bleibt. Und für China-Flüge rückwirkend gilt. Weiterlesen

Zehntausende Fernreisende aus Europa wollen angesichts der Coronavirus-Krise rasch heimkehren. Das hat die EU-Kommission mitgeteilt und versprochen, einen großen Teil der Kosten zu übernehmen. Weiterlesen

Reiseveranstalter und verschiedene Airlines haben mit Hilfe der Bundesregierung seit Montag rund 96.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. Weitere sollen folgen. Weiterlesen

Das Bundesinnenministerium hat die Coronavirus-Einreisebeschränkungen an Flughäfen verschärft. Reisende aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark dürfen in der Regel nicht mehr nach Deutschland fliegen. Weiterlesen

Berlin erwägt, wegen der Coronakrise zweitweise einen Flughafen zu schließen. Damit sollen Einnahmeverluste ausgeglichen werden, um die Liquidität zu erhalten. Einer Schließung müssten aber die Behörden zustimmen. Weiterlesen

© Adobe Stock, 330804509, OSORIOartist Lesen Sie auch: Die wichtigsten Informationsquellen zum Coronavirus Hintergrund

Müsste die Lufthansa-Tochter Swiss in der Schweiz gerettet werden oder doch in Deutschland? Darüber und über andere Frage rund um mögliche staatliche Corona-Unterstützungen schreibt "20 Minuten"

Die norwegische Regierung hat Norwegian Zugang zu drei Milliarden norwegischen Kronen (rund 253 Millionen Euro) zugesichert, um die Corona-Krise zu überstehen. Der Staat leistet 90 Prozent der Garantie, sofern externe Banken, Kreditinstitute oder andere kommerzielle Parteien die restlichen zehn Prozent übernehmen, schreibt die dpa.

© AirTeamImages.com, Lukas Roesler Lesen Sie auch: Flugplätze für die Corona-Krise Gastbeitrag

Als Folge der Coronakrise ist das Nachtflugverbot am Düsseldorfer Flughafen vorübergehend aufgehoben. Es könnten nun Genehmigungen für Landungen nach 23 Uhr erteilt werden, erklärte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Dabei gehe es vor allem darum, gestrandete Urlauber zurückzubringen.

Weltweit zwingt Corona den Luftverkehr in die Knie. Welche Bereiche können kurzfristig von der Corona-Krise profitieren und an welchen Stellen ergeben sich vielleicht sogar langfristige Vorteile? Ein Blick in die Glaskugel auf Flughäfen und Fluggesellschaften. Weiterlesen

Wasserstoff könnte auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität eine größere Rolle einnehmen. Kritiker halten die Entwicklung von Wasserstoffantrieben für zu teuer. In der Luftfahrt könnten Fluggeräte mit Brennstoffzellantrieben in den kommenden Jahren den Kurz- und Mittelstreckensektor revolutionieren, sollte die Politik mitspielen, schreibt der "Spiegel".

Von: airliners.de

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