Schon 100.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

Reiseveranstalter und verschiedene Airlines haben mit Hilfe der Bundesregierung seit Montag rund 96.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. Weitere sollen folgen.

Ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Tunis spricht mit Reisenden in Tunis. © dpa / Simon Kremer

Dennoch sitzen weiterhin weltweit aber Zehntausende Touristen fest, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Demnach hätten sich seit Dienstag 144.000 Deutsche beim Auswärtigen Amt gemeldet, die nach Deutschland zurückkehren wollen. Insgesamt befinden sich mehrere hunderttausend Deutsche im Ausland, sehr viele davon haben dort auch ihren Wohnsitz.

Zahlreiche Länder haben inzwischen wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind Bundesbürger besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

© dpa, Sonja Wurtscheid Lesen Sie auch: Verschärfte Einreisebestimmungen für Passagiere aus Deutschland

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte deswegen am Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Dafür sollen für 50 Millionen Euro bis zu 40 Maschinen gechartert werden. Am Mittwoch und Donnerstag führten diese Maschinen 14 Sonderflüge durch.

Zusätzlich bringen die Reiseveranstalter und die Lufthansa bereits seit dem Wochenende auf eigene Faust Urlauber mit Sonderflügen zurück. Unter www.rueckholprogramm.de können sich festsitzende Deutsche für die Rückholaktion registrieren

Von: dpa-AFX, br

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