United erweitert ihr internationales Streckennetz ab 2027 um zehn neue Ziele in Europa und Asien, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Voraussetzung sei die pünktliche Auslieferungen der bestellten Airbus-A321-XLR-Maschinen, wie Netzwerkchef Patrick Quayle sagte.
Von Newark aus will United ab 2027 künftig nach Luxemburg, Marseille, Ibiza, Valencia, Ljubljana sowie nach Terceira auf den Azoren fliegen. Außerdem kommen Olbia auf Sardinien und Catania auf Sizilien als neue Ziele ab Newark hinzu. Die Starttermine liegen zwischen Ende März und Anfang Juni, die Frequenzen reichen von drei Flügen pro Woche bis zum Täglichbetrieb.
Ab San Francisco startet die Airline im März 2027 eine neue Verbindung nach Okinawa in Japan. Ab Washington-Dulles kommen ab April 2027 eine neue Strecke nach Toulouse hinzu. Eingesetzt werden auf den neuen Strecken neben dem Airbus A321 XLR auch Boeing-767- und Boeing-737-Max-Maschinen.
Über die zehn neuen Ziele hinaus will United drei bestehende Strecken ausbauen: Los Angeles erhält eine tägliche Verbindung nach Osaka, Washington eine dreimal wöchentliche nach Mailand, Denver wird täglich mit Paris verbunden.
Zusätzlich nimmt United die Strecke von San Francisco nach Tel Aviv wieder auf. Für den Sommer 2027 kehren zudem die im Sommer 2026 gestarteten Verbindungen von Newark nach Split in Kroatien, Bari in Italien, Glasgow in Schottland und Santiago de Compostela in Spanien zurück.
Zweifel an Auslieferungen des Airbus A321 XLR
Der Zeitplan hängt an den Auslieferungen des Airbus A321 XLR, bei dem es laut Quayle "einige Kinderkrankheiten" gegeben habe. Er zeigte sich dennoch zuversichtlich: "Wir sind sicher, dass wir die Anzahl an Flugzeugen haben werden, die wir brauchen, um den Flugplan zu fliegen."
Andere Fluggesellschaften, darunter Air Canada, haben wegen Produktions- und Lieferkettenproblemen bei Airbus bereits Verzögerungen bei der Auslieferung ihrer Airbus A321 XLR hingenommen.
United hatte den Airbus A321 XLR bereits 2019 bestellt. Der internationale Einsatz soll ab 1. Dezember beginnen, zunächst auf den Strecken von Washington Dulles nach Amsterdam und Dublin.
Fokus auf Premium-Passagiere
Der Airbus A321 XLR soll zugleich die alternde Boeing-757-Flotte von United ablösen und ist Teil der umfassenden Kabinen- und Flottenerneuerung, mit der United verstärkt auf Premium-Sitze setzt.
Der Airbus A321 XLR verfügt nach Angaben von United über 32 Plätze in den oberen Klassen, darunter 20 Suiten der Business-Class-Marke Polaris mit Tür sowie zwölf Sitze der Kategorie Premium Plus. Das sind 16 mehr Plätze in den oberen Klassen als die bislang eingesetzte Boeing 757-200.
Business-Class-Suite in einem Airbus A321 XLR von United Airlines. © United Airlines
In der Economy Class will United nach eigenen Angaben als einzige große US-Fluggesellschaft Plätze mit zusätzlichem Raum und einem gemeinsamen Tisch über einen freien Mittelsitz anbieten.
United begründet den Ausbau auch mit anhaltend hoher Nachfrage nach Europareisen bis weit in den Herbst. Die Flugpläne würden nach dem Labor-Day-Feiertag in den USA nicht mehr so stark zurückgefahren wie früher, sagte Quayle. Die Saison verlängere sich bis in den Oktober oder gar November.