Die Zahl der Zurückweisungen deutscher Reisender bei der Einreise in die USA ist entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nicht gestiegen.
Das teilte der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) mit. Einzelne Fälle hätten in diesem Jahr den falschen Eindruck vermittelt, dass Einreisen für Geschäftsreisende und Touristen aus Deutschland schwieriger geworden seien.
Aktuelle Daten der Lufthansa Group zeigen, dass die Zahl der Passagiere, die seit Jahresbeginn mit deren Flügen in den USA angekommen sind, im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Gleichzeitig sei der bereits sehr geringe Anteil der Lufthansa-Passagiere, die nicht in die USA einreisen konnten, sogar deutlich um 15 Prozent gesunken. Bereits im Mai hatte der Konzern ähnliche Zahlen veröffentlicht.
Auch Auswertungen der A3M Global Monitoring ergeben laut BTW geringe Rückweisungsquoten für Reisende aus Europa ohne signifikanten Anstieg in den vergangenen Monaten. Das Unternehmen betreibt Frühwarn-, Informations- und Kommunikationssysteme für Krisenmanagement im Tourismus.
BTW sieht keine Probleme
"Urlaubs- und Geschäftsreisende aus Deutschland können in der Regel weiterhin problemlos in die USA einreisen", sagte der Generalsekretär des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, Sven Liebert.
Reiseversicherer berichteten, dass sie im laufenden Jahr keine signifikante Zunahme von Serviceanfragen ihrer Kunden während oder nach USA-Reisen registrierten.
Die für wenige einzelne Staaten eingeführten neuen Kautionsregelungen für US-Visa gelten nicht für Bürger des Schengenraums und damit auch nicht für Deutschland.
Der Verband empfiehlt Reisenden generell, die Angaben im für die USA-Einreise obligatorischen ESTA-Formular zu Zweck und Dauer der Reise sowie zur eigenen Person korrekt auszufüllen.