VAE-Ermittler bestätigen: Flydubai-Copilot plante Anschlag auf Flughafen Ben Gurion, © DPA/Ohad Zwigenberg
Reisende stehen nach der Ankündigung einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran am Ben Gurion International Airport an, um für einen Flug einzuchecken. © DPA / Ohad Zwigenberg
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Der Copilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte die Maschine nach Erkenntnissen der Ermittler in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf den israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stürzen lassen.

Der aus dem Oman stammende Copilot habe gestanden, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen und damit einen Selbstmordanschlag auf das Passagierterminal des Flughafens zu verüben, sagte der Generalstaatsanwalt der VAE, Hamad al-Shamsi, am Wochenende, wie die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete.

Der 29-jährige Verdächtige habe im Rahmen seiner Vorbereitungen für die Tat zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt, um sich mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen. Er habe in den Ermittlungen gesagt, dass er allein gehandelt habe. Al-Shamsi sagte, der Mann habe sich zudem psychisch und körperlich auf den Anschlag vorbereitet. Dazu habe er Material angesehen, das für Terrorismus wirbt, und Boxunterricht genommen.

Laut al-Shamsi gab es bereits 2017 erste Anzeichen, dass sich der Mann während seines Studiums in Australien dem islamistischen Extremismus und Terrorismus zuwandte. Demnach ließ er sich von den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA inspirieren. "Der Gedanke, eine ähnliche Aktion mit einem Flugzeug durchzuführen, verankerte sich fest in seinem Denken", sagte der Generalstaatsanwalt.

Die Ermittler prüften auch die Einstellungsverfahren der Flydubai. Der Verdächtige habe alle beruflichen und sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt, darunter eine Pilotenlizenz und ein Führungszeugnis. Keines der Verfahren habe jedoch Hinweise auf seine extremistische Gesinnung oder seine Anschlagspläne ergeben, sagte al-Shamsi. Ein Fehlverhalten warf er der Airline nicht vor. Flydubai hatte sich dazu noch nicht geäußert.

Der Verdächtige hatte im Januar bei Flydubai angefangen. Zuvor hatte er laut den Ermittlern für mehrere Fluggesellschaften in verschiedenen Ländern gearbeitet, darunter Oman Air. Royal Air Maroc erklärte, der Mann habe 2025 ein dreimonatiges Training bei der Airline absolviert. Seine anschließende Bewerbung sei jedoch abgelehnt worden.

Kapitän öffnete trotz schwerer Verletzungen die Cockpit-Tür

Der Copilot hatte den Kapitän von Flug FZ1073 Ende September im saudi-arabischen Luftraum nach emiratischen Erkenntnissen mit einer Rettungsaxt angegriffen, die für Notfälle im Cockpit mitgeführt wird. Die Maschine sackte während der Attacke innerhalb von 30 Sekunden um 16.000 Fuß ab.

Trotz schwerer Verletzungen gelang es dem Kapitän, die Cockpit-Tür zu öffnen. Passagiere drangen daraufhin ein und überwältigten den Angreifer. Zwei weitere Piloten, die an Bord waren, landeten die strukturell beschädigte Maschine anschließend sicher im saudi-arabischen Tabuk. An Bord waren 174 Menschen, die meisten von ihnen Israelis. Beide Piloten kamen ins Krankenhaus, der Verdächtige wurde in die VAE überstellt.

Die Staatsanwaltschaft der VAE hatte ihre strafrechtlichen Ermittlungen Anfang Oktober aufgenommen. Insidern zufolge hat Saudi-Arabien eine eigene Untersuchung zur Flugsicherheit von Flug FZ1073 eingeleitet. Israel will als Reaktion auf den Vorfall die Kontrollen ausländischer Piloten verschärfen.

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