Thema Zwischenfälle

Airbus A350-900 der Thai Airways International. © AirTeamImages.com / Simone Ciaralli

BFU untersucht Tiefflug von Thai-Airways-Maschine über Rüsselsheim

Kurzmeldung Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wird die Abweichung eines Thai-Airways-Flugzeuges vom Gleitpfad beim Landeanflug auf Frankfurt untersuchen. Der Pilot habe den Lotsen einen medizinischen Notfall gemeldet und sei im Laufe des Anflugs unter den vom Landesystem angegebenen Höhen über Rüsselsheim geflogen, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS). Die Maschine konnte später sicher auf dem Frankfurter Flughafen landen. Ein erster Zwischenbericht der BFU werde Ende März erwartet, hieß es. Um welchen medizinischen Notfall es sich genau handelte, war zunächst nicht bekannt.

Zahl der Drohnen-Zwischenfälle an Flughäfen sinkt nur leicht

Kurzmeldung Gleich zweimal musste im Jahr 2019 der Flugbetrieb am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wegen Drohnen unterbrochen werden. Insgesamt ist im Jahresverlauf bis Ende November die Zahl der Behinderungen durch Drohnen aber gesunken. Nach den Zahlen der Deutschen Flugsicherung wurden in den ersten elf Monaten 120 solcher Behinderungen registriert - im selben Zeitraum des Vorjahres hatte die Zahl noch bei 152 gelegen. Die meisten Behinderungen durch Drohnen wurden in Frankfurt erfasst - mit bislang 26 von Januar bis November.

Boeing 737 Max auf dem Boeing Field bei Seattle. © AirTeamImages.com / Bastian Ding

Flugverbot für Boeing 737 Max wird erst 2020 aufgehoben

Kurzmeldung Das Grounding der Boeing 737 Max wird nicht vor Anfang nächsten Jahres aufgehoben. Die Zertifizierung werde sich bis ins Jahr 2020 hinziehen, sagte der Chef der US-Luftfahrtbehörde FAA, Stephen Dickson, am Mittwoch dem Sender CNBC. Damit zerschlägt sich Boeings Hoffnung, seinen am stärksten gefragten Flugzeugtyp in diesem Jahr wieder in die Luft zu bekommen.

Zwei Flugzeuge berühren sich in Frankfurt

Kurzmeldung Am Frankfurter Flughafen haben sich am Samstagabend zwei Passagiermaschinen mit Flügel und Leitwerk berührt. Der Gesamt-Flugbetrieb sei durch die Kollision der Maschinen von Korean Air und Air Namibia nicht gestört worden, sagte eine Sprecherin von Fraport. Bei dem Vorfall gegen 18 Uhr sei niemand verletzt worden. Zum Unfallhergang und der Ursache nahm die Bundesstelle für Flugfalluntersuchung die Ermittlungen (BFU) auf.

Computergrafik des Airbus A320neo in den Farben der Indigo © Airbus 2010 / Fixion

Indigo muss sämtliche P&W-Triebwerke seiner A320-Neos ersetzen

Kurzmeldung Der indische Billigflieger Indigo muss an seinen 97 Airbus A320 Neo mit Pratt & Whitney-Triebwerken die Motoren bis Ende Januar 2020 durch neue ersetzen, berichtet "Reuters". Es sei zu vier Motorausfällen im Flug gekommen. Laut indischer Flugsicherheitsbehörde dürfe diese Situation nicht unbegrenzt weitergehen, weshalb der Tausch angeordnet wurde. Die neue Triebwerksgeneration von Pratt & Whitney hat seit ihrer Einführung immer wieder technische Probleme gehabt.

Boeing-Chef im Kreuzfeuer der Kritik

Dennis Muilenburg muss zwei Tage lang vor dem US-Kongress aussagen und wird mehrfach zum Rücktritt aufgefordert. Der Boeing-Boss erkennt eine Schuld an den 737-Max-Abstürzen an, außer einem Verzicht auf seinen Bonus will er aber keine persönlichen Konsequenzen ziehen.

Klimaaktivisten kündigen Proteste an Berliner Flughafen an

Kurzmeldung Klimaaktivisten haben zu einer Blockade eines Berliner Flughafens aufgerufen. Der Protest ist für den 10. November terminier, weiß die "Berliner Zeitung". Unlar ist noch ob die Aktion am Flughafen Tegel oder in Schönefeld stattfinden soll.

Eine Boeing 737 Max 8 der Lion Air. © AirTeamImages.com / Dr Frikkie Bekker

US-Wartungsbetrieb von Lion-Air-AOA-Sensor verliert Lizenz

Kurzmeldung Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat Xtra Aerospace die Wartungslizenz entzogen, berichtet "Aviation Safety Network". Xtra habe unter anderem den Anstellwinkelsensor der gecrashten Boeing 737 Max von Lion Air gewartet, der durch fehlerhafte Daten zum Absturz des Flugzeugs beigetragen hatte.

Abschlussbericht: Fehlerserie führte zu 737-Max-Absturz in Indonesien

Der Absturz einer indonesischen Boeing 737 Max vor einem Jahr ist auf eine Verkettung von Fehlern zurückzuführen. Dies geht aus dem offiziellen Abschlussbericht hervor, der in Jakarta vorgestellt wurde. Im Mittelpunkt steht ein fehlerhafter Sensor und MCAS.

Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max der Southwest Airlines stehen Ende April 2019 in Victorville, Kalifornien. © AirTeamImages.com / Colin Parker

737-Max-Grounding kostet Boeing mindestens acht Milliarden US-Dollar

Kurzmeldung Das Flugverbot der 737 Max wird den Hersteller Boeing nach eigenen Angaben mindestens acht Milliarden US-Dollar kosten, berichtet die "New York Times". Boeings Kunden seien zunehmend frustriert, Ryanair-Boss Michael O'Leary habe das Verhältnis als schwierig ("rocky") bezeichnet.

Bombe entschärft - Hamburger Flughafen wieder im Normalbetrieb

Kurzmeldung Nach der Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat sich der Flugverkehr am Hamburger Flughafen weitgehend normalisiert. "Es ist schon wieder alles relativ normal", sagte eine Flughafensprecherin am Morgen in Hamburg. Mittwoch Abend war der Luftraum über Hamburg für drei Stunden gesperrt worden. Die Fluggesellschaften hatten deshalb 46 Flüge gestrichen - 19 Ankünfte und 27 Abflüge.

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