Flydubai-Flug nach Tel Aviv: Israel prüft Verdacht auf versuchten Absturz, © AirTeamImages.com/Oleg Belyakov
Eine Boeing 737 von Flydubai bei Regen auf dem Vorfeld. © AirTeamImages.com / Oleg Belyakov
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Nach der Notlandung einer Flydubai-Maschine auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv in Saudi-Arabien wird nach israelischen Medienberichten geprüft, ob einer der Piloten versuchte, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Für die übereinstimmenden Berichte gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter sagte dem TV-Sender "N12" jedoch, es sei eine schwere Katastrophe verhindert worden.

Das israelische Nachrichtenportal "Ynet" berichtete, die Maschine sei zunächst steil nach unten geflogen. Einer der Piloten habe den anderen aber mit Hilfe von Passagieren daran gehindert, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Einer der Piloten habe eine Stichverletzung erlitten. Zunächst war nur von einer Prügelei zwischen den Piloten die Rede gewesen.

Nach Daten des Portals "Flightradar24" sank die Boeing 737 mit der Flugnummer FZ1073 vor dem ersten Notfallsignal innerhalb von weniger als 30 Sekunden um fast 14.000 Fuß.

Die Mutter einer Passagierin sagte, ihre Tochter habe Schreie gehört. Ein Mann mit einem Messer habe einen der Piloten zu Boden gedrückt, überall im Cockpit sei Blut gewesen. Israelische Medien veröffentlichten ein Foto, das an Bord der gelandeten Maschine aufgenommen worden sein soll. Es zeigt offenbar einen Passagier mit einem blutgetränkten Hemd. Die Echtheit des Bildes ließ sich zunächst nicht überprüfen.

Eine Passagierin erzählte dem TV-Sender "N12", unter den Passagieren habe große Angst geherrscht. Einige Männer seien aufgestanden und hätten den Piloten überwältigt, sagte sie. Es gehe den Passagieren in der Maschine inzwischen gut.

Israel geht von versuchtem Terroranschlag aus

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman. Dafür gab es aber zunächst keine offizielle Bestätigung.

Eine israelische Sprecherin bestätigte, der tatverdächtige Copilot werde gegenwärtig in Saudi-Arabien befragt. Laut Medienberichten geht man in Israel von einem möglichen versuchten Terroranschlag aus.

Flydubai teilte mit, auf dem Flug nach Tel Aviv habe es einen "Zwischenfall" gegeben. Die Maschine sei nach Tabuk umgeleitet worden und dort sicher gelandet. Alle Passagiere seien in Sicherheit. Weitere Einzelheiten nannte die Airline nicht.

Die Maschine war nach Daten von "Flightradar24" über jordanischem Luftraum in Richtung Saudi-Arabien abgedreht. Dabei sendete sie zunächst den Code 7700, der auf eine Notlage hinweist. Wenige Minuten später folgte der Code 7500, der auf einen möglichen unrechtmäßigen Eingriff wie eine Flugzeugentführung hinweist. Vor der Landung auf dem Flughafen Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens sendete die Maschine erneut das allgemeine Notfallsignal.

Flydubai schickt Ersatzflugzeug

Das Büro Netanjahus teilte mit, der Regierungschef habe zu dem Vorfall Beratungen abgehalten und verfolge die Entwicklungen. Die Lage sei unter Kontrolle und man unternehme alles, um die sichere Rückkehr der israelischen Passagiere in ihre Heimat zu gewährleisten.

Die Passagiere wurden laut "N12" angewiesen, sitzenzubleiben und das Flugzeug nicht zu verlassen. Lediglich die beiden Piloten seien von Bord gebracht worden. Der Geschäftsführer von Flydubai habe die israelischen Verkehrsbehörden informiert, dass in Kürze ein Ersatzflugzeug von Dubai nach Saudi-Arabien geschickt werde. Es solle von dort nach Israel weiterfliegen.

An Bord der Maschine waren nach Angaben der Zeitung "Haaretz" etwa 180 Israelis. Die Notfallsignale lösten in Israel einen großen Sicherheitseinsatz aus. Israel und Saudi-Arabien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.

Flydubai fliegt täglich zwischen Dubai und Tel Aviv. Die Route führt üblicherweise durch saudi-arabischen und jordanischen Luftraum. Die Verbindung ist bei Israelis beliebt, seit die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel vor sechs Jahren ihre Beziehungen normalisiert haben. Bereits im September 2025 war ein Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv wegen eines medizinischen Notfalls in Riad gelandet.

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Tewolde Gebremariam, © Ethiopian Airlines
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Flugzeuge rollen zu den Terminals des O'Hare International Airport., © DPA/Nam Y. Huh
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Eine für den Einbau fertige Recaro-Sitzreihe., © airliners.de/Andreas Sebayang
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Condor A321 in München vor Lufthansa-Flugzeugen., © AirTeamImages.com/Carlos Enamorado
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