Airlines weltweit stellen nach den kriegsbedingten Einschränkungen im Nahen Osten schrittweise Flüge wieder her. Nahöstliche Carrier bauen Kapazitäten wieder auf, während viele Fluggesellschaften außerhalb der Golfregion ihre Europa-Asien-Verbindungen weiterhin um die betroffene Region herumleiten.
Innerhalb der Lufthansa Group gibt es erhebliche Unterschiede beim Wiederanlauf. Lufthansa plant, Flüge nach Tel Aviv ab dem 1. Juli wiederaufzunehmen. Ita Airways bestätigte ebenfalls eine Wiederaufnahme ab 1. Juli, verlängerte jedoch gleichzeitig die Aussetzung ihrer Flüge nach Riad bis zum 30. Juni.
Swiss verschob die Wiederaufnahme von Flügen nach Tel Aviv auf August. Brussels Airlines hat ihre Verbindungen nach Tel Aviv bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Die Dubai-Flüge von Lufthansa, Swiss und Ita Airways bleiben bis zum 13. September eingestellt.
Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines haben Flüge nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Damman, Riad, Erbil, Maskat und Teheran bis zum 24. Oktober ausgesetzt.
Eurowings fliegt Tel Aviv vorerst bis zum 9. Juli nicht an, Beirut bis zum 12. Juni und Erbil bis zum 22. Juni; Dubai, Abu Dhabi und Amman werden bis zum 24. Oktober nicht angeflogen.
Weitere europäische Airlines
Auch andere europäische Carrier halten ihre Nahost-Verbindungen teils bis weit in den Herbst zurück. Air France hat Flüge nach Tel Aviv bis zum 21. Juni und Beirut sowie Dubai bis zum 24. Juni ausgesetzt; KLM fliegt Riad und Damman bis zum 26. Juli und Dubai bis zum 2. August nicht an.
IAG-Tochter British Airways verschiebt die Wiederaufnahme nach Doha-Flügen auf den 1. August und auf Riad-Verbindungen auf den 8. August; Flüge nach Dubai, Tel Aviv, Bahrain und Amman bleiben bis zum 25. Oktober eingestellt, Dschidda wird als Ziel vorerst ganz gestrichen. Norwegian Air hat geplante Starts nach Tel Aviv und Beirut auf unbestimmte Zeit verschoben.
SAS Scandinavian Airlines und Finnair halten unterschiedliche Zeitpläne: Finnair hat Doha-Flüge bis zum 2. Oktober gestrichen und wird Dubai erst wieder im Oktober – zur Wintersaison – anfliegen.
SunExpress, das Joint Venture von Turkish Airlines und Lufthansa, hat Verbindungen nach Dubai bis zum 30. Juni und nach Bahrain, Beirut sowie Erbil bis zum 14. Juli eingestellt. Wizz Air fliegt bis September nicht nach Dubai, Abu Dhabi und Amman.
Außereuropäische Carrier
Cathay Pacific und Singapore Airlines haben ihre Dubai-Verbindungen bis Ende August beziehungsweise bis zum 2. August ausgesetzt. Singapore Airlines hat als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage die Frequenzen nach London-Gatwick und Melbourne erhöht.
Qantas ergänzt stattdessen ihr Europaangebot mit zusätzlichen Flügen nach Rom und Paris. Delta fliegt Tel Aviv (Atlanta) bis zum 18. Dezember nicht an, plant aber eine Wiederaufnahme der JFK-Tel-Aviv-Route am 6. September. Japan Airlines hat Flüge von Tokio nach Doha bis zum 31. Juli eingestellt.