Singapurs Opposition warnt vor Staatshilfe für Air India, © AirTeamImages.com/Stuart Lawson
Boeing 787 von Air India hebt in London-Heathrow ab. : Seitliche Aufnahme einer Air India Boeing 787 beim Steigflug nach dem Abheben von London‑Heathrow. Cremefarbene Rumpflackierung mit rotem Sonnenschweif am Leitwerk, Fahrwerk teilweise ausgefahren. Klarer Himmel, Terminalgebäude und mehrere British‑Airways‑Heckflossen im Vordergrund sichtbar. © AirTeamImages.com / Stuart Lawson
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/02\/purchased-30-v9LgQW__wide__824?v=1770284571","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 AirTeamImages.com\/ Stuart Lawson"},"caption":"Boeing 787 von Air India hebt in London-Heathrow ab.: Seitliche Aufnahme einer Air India Boeing 787 beim Steigflug nach dem Abheben von London\u2011Heathrow. Cremefarbene Rumpflackierung mit rotem Sonnenschweif am Leitwerk, Fahrwerk teilweise ausgefahren. Klarer Himmel, Terminalgeb\u00e4ude und mehrere British\u2011Airways\u2011Heckflossen im Vordergrund sichtbar."}

Der Abgeordnete Kenneth Tiong von der oppositionellen Workers' Party in Singapur hat gefordert, dass der Staatsfonds Temasek keine Mittel zur Stützung von Air India bereitstellt. Anlass ist eine Bitte des indischen Carriers an seine Eigentümer Tata Sons und Singapore Airlines um rund 1,5 Milliarden US-Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro).

Tiong äußerte sich in einem Beitrag in sozialen Medien. Weil Singapore Airlines rund 25 Prozent an Air India halte und Temasek wiederum mehrheitlich an Singapore Airlines beteiligt sei, sei die Kapitalfrage "nicht nur eine Frage für private Aktionäre".

Tiong sagte: "Ich werde eine künftige Nutzung von Temaseks Mitteln zur Stützung von Air India über Singapore Airlines nicht unterstützen und auch nicht erwarten. Wenn Singapore Airlines seine Wette auf Air India fortsetzen will, sollte es das aus eigener Kraft tun und nicht auf Kosten von Temasek." Er fügte hinzu: "Wer von beiden auch den Scheck ausstellt, es wird erhebliche Auswirkungen auf Temasek haben." Näher erläuterte er das nicht.

Das singapurische Verkehrsministerium, Temasek, Air India, Tata Sons und Tiong selbst reagierten nicht auf Anfragen um eine Stellungnahme. Ein Sprecher von Singapore Airlines erklärte, der Vorstand werde jede Anfrage nach zusätzlichem Kapital von Air India sorgfältig prüfen und dabei den weiteren Kapitalbedarf des Konzerns sowie die Geschäftsstrategie der indischen Fluggesellschaft berücksichtigen.

Parlamentarische Anfrage geplant

Tiong teilte mit, er habe zudem für den 8. September eine mündliche Anfrage im Parlament eingereicht. Darin will er vom Verkehrsminister wissen, ob Verluste und Buchwerte der ausländischen Beteiligungen von Singapore Airlines gegen die Fähigkeit des Konzerns abgewogen wurden, essenzielle Verkehrsdienstleistungen bereitzustellen.

Die Äußerungen rücken eine bislang unternehmerische Entscheidung von Singapore Airlines in den politischen Fokus Singapurs. Der 25,1-prozentige Anteil an Air India belastet das Ergebnis von Singapore Airlines, da sich die Verluste des indischen Carriers im Zuge eines milliardenschweren Sanierungsprogramms ausweiteten. Der Verwaltungsratsvorsitzende von Tata Sons, N. Chandrasekaran, hatte erklärt, die Sanierung könne bis zu zehn Jahre dauern.

Bereits vor der Hauptversammlung Fragen zu Air India

Es ist nicht das erste Mal, dass die Fluggesellschaft des Stadtstaats zu künftiger Finanzierung von Air India befragt wird. Vor der Hauptversammlung im Juli hatte die Anlegervereinigung Securities Investors Association (Singapore) gefragt, ob der Vorstand von Singapore Airlines Obergrenzen für die Kapitalzuteilung an Air India festgelegt habe und unter welchen Umständen er weiteres Kapital genehmigen würde.

In einer schriftlichen Antwort vom 17. Juli nannte Singapore Airlines keine Obergrenze. Das Unternehmen erklärte, der Vorstand werde jede Anfrage sorgfältig prüfen und dabei den weiteren Kapitalbedarf sowie die Geschäftsstrategie von Air India berücksichtigen.

Verluste und mehrere Krisen bei Air India

Air India und die Billigflug-Tochter Air India Express verzeichneten im Geschäftsjahr bis Ende März einen kombinierten Verlust von 2,33 Milliarden US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Singapore Airlines verbuchte davon seinen Anteil. Air India dürfte auch in den kommenden Jahren auf weitere Kapitalspritzen angewiesen sein, wie aus dem Umfeld des Unternehmens in dieser Woche verlautete.

Air India leidet zugleich unter dem pakistanischen Überflugverbot für indische Fluggesellschaften, unter Störungen ihres internationalen Streckennetzes infolge des Kriegs der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran sowie unter den Nachwirkungen eines Flugzeugabsturzes im Jahr 2025, bei dem 260 Menschen ums Leben kamen.

airliners+ Magazin

Jede Woche neue Impulse: Das digitale Wochenmagazin für die Luftverkehrswirtschaft. Ausgabe herunterladen und lesen
airliners+ Magazin 34/2026 Ausgabe herunterladen
und lesen
Titelbild: airliners+ Magazin 34/2026
Klaus-Michael Kühne, © Kühne+Nagel
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/klaus-michaelkuumlhnebwfr-wfLbsZ__square__360?v=1787573155","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 K\u00fchne+Nagel"},"caption":"Klaus-Michael K\u00fchne"}

Klaus-Michael Kühne hinterlässt einen der größten Logistikkonzerne der Welt

Porträt Klaus-Michael Kühne, Mehrheitseigner des Logistikkonzerns "Kühne+Nagel" und größter Einzelaktionär der Lufthansa, ist tot. Er starb nach Angaben des Unternehmens in der Nacht zu Montag im Alter von 89 Jahren in der Schweiz. Bekannt wurde er zuletzt vor allem für ein Hamburger Prestigeprojekt, das bis heute umstritten ist.

6 min
Ausgabe lesen
Eine der beiden Starlink-Antennen: Sie sind kaum noch wahrnehmbar., © airliners.de/Andreas Sebayang
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/dsc-8569-P3ZfDV__square__242?v=1787663682","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Andreas Sebayang"},"caption":"Eine der beiden Starlink-Antennen: Sie sind kaum noch wahrnehmbar."}
Digital Passenger (92)

Enorme Reserven: Lufthansa-Starlink mit sechs Geräten getestet

Martin Gauss., © Gulf Air
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/gauss-jetzerogulfair-fur-airliners-NDsOOQ__square__242?v=1787055421","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 Gulf Air"},"caption":"Martin Gauss."}
Flugzeug auf dem Rollfeld vor der Skyline von Toronto., © airliners.de/Alexander Fink
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/08\/af2aa6a1-69a3-4290-ab34-91416b73ff7e_1787732452_9qFTodI3__square__242?v=1787732911","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Alexander Fink"},"caption":"Flugzeug auf dem Rollfeld vor der Skyline von Toronto."}
Einmal im Monat veröffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne., © dpa/Fotomontage: airliners.de
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2013\/07\/luftrecht_d2c01526df6ecea1e4aa59d883f5f9bb__square__242?v=1784720191","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 dpa\/ Fotomontage: airliners.de"},"caption":"Einmal im Monat ver\u00f6ffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne."}
Luftrechtskolumne (145)

Drohnenabwehr am Flughafen: Notwehr statt Beleihung!

Passagiermaschinen von Lufthansa und Condor stehen am neuen Terminal 3 des Flughafens Frankfurt., © DPA/Boris Roessler
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/04\/5fb93800d7eab4f7-ciCRCF__square__242?v=1777382958","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Boris Roessler"},"caption":"Passagiermaschinen von Lufthansa und Condor stehen am neuen Terminal 3 des Flughafens Frankfurt."}
Gedankenflüge

Wem gehört der Verein, wem die Airline?

Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

Hochschule Worms

Wissen, worauf es ankommt!

Zum Firmenprofil

HiSERV GmbH

We make GSE simple and smart.

Zum Firmenprofil

ch-aviation GmbH

Accurate data and news on the airline industry.

Zum Firmenprofil

ADV Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V.

Unsere Flughäfen: Regionale Stärke, globaler Anschluss

Zum Firmenprofil

Wildau Institute of Technology e. V. (WIT)

Berufsbegleitender Aviation-Master und Weiterbildungsformate

Zum Firmenprofil

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil

GAS German Aviation Service GmbH

Deutschlands größtes FBO & Handling Netzwerk

Zum Firmenprofil

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil

STI Security Training International GmbH

Wir trainieren Ihre Sicherheit.

Zum Firmenprofil

RBF-Originals.de

Ihr Spezialist für "Remove Before Flight"-Anhänger

Zum Firmenprofil

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil

AHS Aviation Handling Services GmbH

The perfect team for every stop

Zum Firmenprofil