Singapore Airlines hat den Angaben zufolge für das erste Quartal einen Nettoverlust von 76 Millionen Singapur-Dollar (rund 53 Millionen Euro) gemeldet. Im Vorjahreszeitraum hatte die Fluggesellschaft noch einen Gewinn von 186 Millionen Singapur-Dollar eingeflogen.
Es ist der erste Quartalsverlust der Fluggesellschaft seit dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 während der Pandemie. Analysten hatten laut LSEG-Daten lediglich einen Verlust von 4,3 Millionen Singapur-Dollar erwartet.
Hauptbelastungsfaktor war ein Anstieg der Nettotreibstoffkosten um 78,5 Prozent auf 2,25 Milliarden Singapur-Dollar, nachdem die Kerosinpreise infolge des Ausbruchs des Nahost-Konflikts am 28. Februar stark gestiegen waren.
Das operative Ergebnis brach um 73,8 Prozent auf 106 Millionen Singapur-Dollar ein. Hinzu kamen 42 Millionen Singapur-Dollar, die Singapore Airlines als anteilige Verluste ihrer Air-India-Beteiligung verbuchen musste. Singapore Airlines hält 25,1 Prozent an der indischen Fluggesellschaft.
Rekordeinnahmen reichen nicht aus
Dabei erzielte Singapore Airlines im Quartal Rekordeinnahmen von 5,71 Milliarden Singapur-Dollar, ein Plus von 19,3 Prozent. Singapore Airlines und die Billigtochter Scoot beförderten mit 10,9 Millionen Passagieren ebenfalls einen Rekordwert (Plus 6,3 Prozent). Die Passagiererträge stiegen um 12 Prozent.
Die Frachterlöse legten um 33,5 Prozent auf 708 Millionen Singapur-Dollar zu. Trotz robuster Nachfrage warnte die Airline, ein anhaltender Nahost-Konflikt könnte Lieferketten, Welthandel und gesamtwirtschaftliche Bedingungen beeinträchtigen.