Ryanair hat im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Rekordgewinn von 2,26 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg von gut einem Drittel gegenüber dem Vorjahr (1,61 Milliarden Euro) und liegt über der durchschnittlichen Analystenerwartung von 2,20 Milliarden Euro.
Der Umsatz stieg dank höherer Passagierzahlen und gestiegener Ticketpreise um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. "Wir haben ein Rekordjahr, ein Rekord-Passagieraufkommen und Rekordgewinne geliefert", sagte Konzernchef Michael O'Leary.
Nicht im Ergebnis enthalten ist eine Rückstellung von 85 Millionen Euro für eine Geldstrafe der italienischen Wettbewerbsbehörde, gegen die Ryanair juristisch vorgeht. Verbucht hat das Unternehmen bislang nur ein Drittel der geforderten Summe als Sondereffekt.
Keine Prognose für das neue Geschäftsjahr
Für das laufende Geschäftsjahr wollte O'Leary keine Gewinnprognose nennen. Es sei noch zu früh für eine aussagekräftige Einschätzung. Das Ergebnis hänge von externen Entwicklungen ab – darunter die Entwicklung des Nahost-Konflikts, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie Risiken für die Kerosinversorgung.
Ryanair hat 80 Prozent ihres Treibstoffbedarfs bereits abgesichert. Mit den nächsten Quartalszahlen im Juli erhofft sich O'Leary mehr Klarheit.
Für das Sommerquartal rechnet Ryanair nicht mehr mit steigenden Ticketpreisen. Statt eines leichten Anstiegs dürften die Preise von Juli bis September stagnieren. O'Leary begründete dies mit der Zurückhaltung der Verbraucher angesichts des Iran-Kriegs.
Der Konkurrent Wizz Air zeigte sich zuletzt optimistischer: Dessen Buchungsstand liege zwei Prozentpunkte über dem Vorjahr.
Ryanair-Finanzchef Neil Sorahan zeigte sich zunehmend zuversichtlich, dass es auch nach dem Sommer zu keinen Unterbrechungen bei der Kerosinversorgung kommen werde.
Die Lieferanten hätten sich an die Situation angepasst. Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi hatte ebenfalls Entwarnung gegeben: Die Versorgung sei für die kommenden sechs bis acht Monate gesichert.