Neuer Airbus-Chef Wagner konzentriert sich auf Produktionssteigerung, © Airbus
Lars Wagner. : Nahes Porträt eines erwachsenen Mannes mit kurzem, zurückgehendem Haar und grauem Stoppelbart. Er trägt ein weißes Hemd und ein dunkles Sakko. Neutraler, gleichmäßiger blauer Hintergrund, weiches frontales Licht. © Airbus
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Der neue Chef des Airbus-Zivilflugzeuggeschäfts, Lars Wagner, will sich auf die Steigerung der Produktion konzentrieren. "Das gesamte Ökosystem ist unter Druck", sagte Wagner auf der Airline Economics Conference in Dublin in seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seinem Amtsantritt am 1. Januar. Es müssten eine Reihe von Themen gelöst werden, um das Hochfahren der Produktion zu gestalten.

Airbus hatte zuletzt damit zu kämpfen, die Fertigung der Schmalrumpfflugzeuge auf monatlich 75 Stück zu steigern. Auch bei den Großraumflugzeugen wird die Produktion nur langsam hochgefahren.

"So wie ich es gerade sehe, gibt es zunächst viele Probleme, die wir angehen müssen, um den Hochlauf zu bewältigen", sagte Wagner.

Als zweites Hauptziel nannte Wagner die Überprüfung konkurrierender Triebwerkstechnologien. Dabei gehe es darum, den Bedarf an Treibstoffeinsparungen gegen die Haltbarkeit für die nächste Generation von Schmalrumpfflugzeugen auszubalancieren, die im kommenden Jahrzehnt entwickelt werden soll.

Fluggesellschaften beklagen, dass Triebwerkshersteller ihre Versprechen zur Senkung des Treibstoffverbrauchs auf Kosten erhöhter Abnutzung eingelöst hätten. Dies führe zu Wartungsengpässen. "Ich denke, wir müssen zuerst die Haltbarkeitsfrage lösen", sagte Wagner.

Wagner befürwortet größeren A220

In einem ungewöhnlich öffentlichen Austausch fragte Wagner den Veteranen der Leasingbranche und Chef von Air Lease, John Plueger, was Käufer als nächstes sehen wollten. Plueger sagte, er sehe eine Rolle für eine viel diskutierte größere Version des Regional-Jets A220. Wagner antwortete: "Ich auch."

Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens Aercap hatte zuvor gegenüber "Reuters" erklärt, er sehe keine Nachfrage für ein solches Flugzeug. Airbus solle sich auf die Leistung in den Fabriken konzentrieren. Die A220 kämpft bereits mit Engpässen und verschobenen Produktionszielen.

Wagner bemühte sich offenbar, dem mächtigen und oft kritischen Publikum aus der Finanzbranche in Dublin zuzuhören, vermied es aber, sich auf eine bestimmte Strategie festzulegen. "Um bescheiden zu sein: Ich bin vier Wochen im Job", sagte er.

Leasingfirmen erhöhen Druck

Der Chef von SMBC Aviation, Peter Barrett, sagte auf die Frage, welche Botschaft er an seinen neuen Lieferanten habe: "Ich denke, Lieferung. Das habe ich ihm privat gesagt und ich sage es gerne auch öffentlich."

Sowohl Airbus als auch Boeing hätten sich verbessert, "aber sind noch nicht da, wo sie sein sollten", sagte Barrett gegenüber Reuters. "Wir alle verstehen die Herausforderungen, die Corona gebracht hat. Aber am Ende des Tages schließen wir über viele Jahre Verträge über Milliarden und Abermilliarden Dollar für Ausrüstung ab, und man braucht Vorhersehbarkeit und Leistung."

Wagner wechselte zu Airbus und trat seine neue Position zum Jahreswechsel an. Er war zuvor Chef des Triebwerksbauers MTU.

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