Lufthansa strebt Joint Venture mit Fraport für Terminal 2 an, © Fraport
Terminal 2 des Flughafens Frankfurt/Main © Fraport
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Die Lufthansa strebt eine Partnerschaft mit dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport an. Wie das "Handelsblatt" berichtete, plant das Management ein gemeinsames Joint Venture zum Betrieb des Terminal 2. Als Vorbild dient das Modell am Flughafen München, wo die Airline 40 Prozent der Anteile am Terminal 2 hält, während die Flughafengesellschaft FMG mit 60 Prozent beteiligt ist.

Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund knapper Infrastruktur-Kapazitäten. Nach der geplanten Eröffnung des Terminal 3 in Frankfurt will Fraport das Terminal 2 schließen und umfassend sanieren. Fraport-Chef Stefan Schulte hatte bereits mehrfach erklärt, dass sich dort anschließend die Lufthansa und deren Partner aus der Star Alliance ansiedeln könnten.

Die Airline-Führung favorisiert jedoch eine aktivere Rolle. Das Unternehmen habe die Idee einer gemeinsamen Betreibergesellschaft mehrfach im Aufsichtsrat von Fraport vorgebracht, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskenner.

Vorteile des Münchener Modells

Gerald Wissel von der Luftfahrtberatung Airborne Consulting in Hamburg sieht mehrere Vorteile eines solchen Joint Ventures. Das gemeinsame Betreibermodell habe sich in München bewährt, so der Experte gegenüber dem "Handelsblatt". Beide Partner würden miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.

Zudem profitiere die Lufthansa direkt von den Einnahmen am Flughafen, etwa im Handel und in der Gastronomie. Das Modell biete der Airline dadurch zusätzliche Erlösquellen über das reine Fluggeschäft hinaus.

Weder die Lufthansa noch Fraport wollten sich zu dem Thema äußern.

Hintergrund: Wachstumspläne nach 2030

Der Vorstoß steht im Zusammenhang mit den Expansionsplänen des Airline-Konzerns. Die Lufthansa hat mehr als 200 Flugzeuge bestellt. Die Langstreckenflotte soll bis 2030 um etwa 20 Prozent wachsen. Die zusätzlichen Jets benötigen Platz an Flughäfen.

Bis 2030 reiche die Kapazität an den beiden deutschen Heimatflughäfen Frankfurt und München aus, berichtet das "Handelsblatt". Danach werde es eng. Deshalb diskutiere das Management aktuell langfristige Wachstumsmöglichkeiten an beiden Drehkreuzen.

Die Lufthansa-Führung setze in den kommenden Jahren stark auf die Langstrecke. Hier sehe das Management das größte Potenzial, um die Profitabilität zu steigern und das Ziel einer Ergebnismarge von acht bis zehn Prozent zu erreichen.

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