Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) rechnet nach dem gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle mit einer Zunahme solcher Vorfälle. Sein Ministerium bereitet einem Zeitungsbericht zufolge eine verbesserte Abwehr gegen Drohnen und Hackerangriffe vor.
"Russlands hybride Angriffe mit Sprengstoffdrohnen auf Flughäfen, Agenten in unseren Städten, Cyberangriffen auf unsere Netze und Sabotage unserer Infrastruktur sind tägliche Realität. Diese Angriffe werden zunehmen, aber wir können uns wehren und schützen", sagte Dobrindt der "Bild am Sonntag".
Die Zeitung berichtete unter Berufung auf Informationen aus Dobrindts Ministerium über konkrete Pläne für einen besseren Schutz vor Drohnen und Hackerangriffen. So solle der Luftraum über kritischen Drehkreuzen, Flughäfen, Bahnhöfen und dem Regierungsviertel in Berlin durch neue, schnell verlegbare Einheiten lückenlos vor Drohnen geschützt werden.
Unternehmen der kritischen Infrastruktur wie Wasserwerke, Stromanbieter oder Rüstungsbetriebe sollen den Informationen zufolge zudem rechtliche Möglichkeiten erhalten, Drohnen selbst aktiv abzuwehren.
Angesichts hunderter täglicher Cyberattacken auf Behörden und Unternehmen solle zudem ein nationaler Schutzschild mit dem Namen "Cyberdome" errichtet werden. Dabei handele es sich um ein engmaschiges Netz aus digitalen Sensoren, das Angriffsversuche von Hackern erkennen und abfangen solle.