Der Flughafen Wien senkt ab dem 1. Januar 2026 seine Flughafenentgelte. Der Passagiertarif wird voraussichtlich um rund 4,6 Prozent reduziert, die Landegebühren um etwa 2,15 Prozent, wie die Betreibergesellschaft mitteilte.
Hintergrund ist das Auslaufen der gesetzlichen Corona-Sonderregelung. Ab 2026 werden die Flughafenentgelte wieder nach der normalen gesetzlichen Formel ermittelt. Dies führe zu einer deutlichen Tarifsenkung und steigere die Wettbewerbsfähigkeit der Destination Wien, erklärte der Konzern.
Vorstandsmitglied Julian Jäger betonte, die Entgeltsenkung bringe mehr Wettbewerbsfähigkeit für Wien. Trotz der zu erwartenden Einnahmerückgänge werde das laufende Investitionsprogramm von rund 300 Millionen Euro wie geplant fortgesetzt.
Ein unternehmensweites Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm soll die finanziellen Auswirkungen der Tarifsenkung abfedern.
Flughafen Wien im Aufwind
Im ersten Halbjahr entwickelte sich der Flughafen Wien gut. Das Passagieraufkommen in der Flughafen-Wien-Gruppe stieg um 4,7 Prozent auf 19,6 Millionen Reisende. Der Umsatz erhöhte sich um 7,4 Prozent auf 524,4 Millionen Euro.
Am Standort Wien legten die Passagierzahlen um 2,4 Prozent auf 14,7 Millionen zu. Das Periodenergebnis verbesserte sich konzernweit um 6,2 Prozent auf 115,1 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2025 bestätigte der Konzern seine Prognose von rund 42 Millionen Passagieren in der Gruppe und etwa 32 Millionen am Standort Wien.