Eurowings will Richtung Nordeuropa wachsen. Zu Ende März kommenden Jahres werde eine neue Basis mit zunächst fünf Flugzeugen in Stockholm eröffnet, teilte der Lufthansa-Billigflieger am Donnerstag in Köln mit. Zum Start suche man dort 150 neue Crew-Mitglieder.
Zu den ersten veröffentlichten Routen ab Stockholm gehören europäische Sonnenziele im Süden Europas, etwa Palma auf der Balearen-Insel Mallorca, Alicante und Malaga in Spanien, Faro in Portugal oder Nizza in Südfrankreich. Als Städteziele nimmt Eurowings in einem ersten Schritt die Metropolen Berlin, Barcelona, Rom und Kopenhagen ins Programm, darüber hinaus Birmingham, Danzig und die Hauptstadt des Kosovo, Pristina.
Mit dem Angebot will Eurowings offensichtlich in die Lücke stoßen, die der kriselnde Anbieter Norwegian in Skandinavien offen lässt. Eurowings-Chef Jens Bischof setzt zudem auf Kaufkraft und Qualitätsbewusstsein der dortigen Kundschaft. Er erklärte: "Schweden ist ein Markt, der hervorragend zu unserer Ausrichtung als Value-Carrier für Europa passt."
Fünf Basen außerhalb Deutschlands
Eurowings war mit dem Anspruch gestartet, der drittgrößte paneuropäische Billigflieger nach Ryanair und Easyjet zu werden. Das ist allerdings Wizz Air geworden. Nun holt Eurowings nach und setzt einen größeren Fokus auf Märkte, die vorher noch nicht im Fokus standen.
Stockholm wird nun zum elften Eurowings-Standort in Europa. Neben sechs deutschen Flughäfen gibt es dann jeweils eine Basis in Palma de Mallorca, Prag, Pristina, Salzburg und Stockholm.
Eigentlich wollte Eurowings zudem bereits temporär ab Birmingham sowie Manchester in Richtung Mittelmeer starten, daraus wurde dann aber wegen der sich verschärfenden Corona-Einreisebeschränkungen nichts.