Emirates-Airline-Präsident Tim Clark hat Spekulationen zurückgewiesen, dass die Fluggesellschaft auf der Dubai Air Show den Airbus A350-1000 bestellen könnte. Eine solche Order sei nie in Betracht gezogen worden, sagte Clark gegenüber Reportern. Emirates hatte tags zuvor bereits 65 weitere Boeing 777X bestellt.
Airbus war es auf der vorangegangenen Dubai Air Show 2023 nicht gelungen, die A350-1000 an Emirates zu verkaufen. Die Airline hatte damals Bedenken hinsichtlich der Wartungsleistung des Rolls-Royce-Triebwerks Trent XWB-97 geäußert und sich stattdessen für die kleinere, weiter verbreitete A350-900 entschieden.
Clark lobte die A350-900 als "hervorragendes Flugzeug" und deutete an, dass Emirates zu gegebener Zeit weitere Maschinen dieses Typs bestellen werde.
Clark äußerte sich zudem zuversichtlich über die Geschäftsgrundlage für Boeing, ein größeres Modell des 777X-Großraumflugzeugs zu entwickeln. Dies gelte auch dann, wenn sich der US-Flugzeughersteller derzeit auf die Zertifizierung des aktuellen Modells konzentriere. Boeing hatte vor Beginn der Flugshow in Dubai angekündigt, eine mögliche gestreckte Version des verzögerten 777X zu untersuchen.
"Ich glaube immer noch, dass die 777X bereit ist [...]. Am Ende wird es richtig sein", sagte Clark. Boeing hatte im vergangenen Monat eine weitere Verzögerung angekündigt und eine Sonderbelastung von 4,9 Milliarden Dollar für sein größtes zweimotoriges Flugzeug verbucht. Die Auslieferungen wurden auf 2027 verschoben, sieben Jahre später als ursprünglich geplant.
Boeing bestätigte unterdessen, dass das Unternehmen die behördliche Genehmigung erhalten habe, in die nächste und wichtigste Phase der Zertifizierungstests für die 777X einzutreten. Der US-Konzern bemüht sich seit über fünf Jahren, seine Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden und Zulieferern nach einer Unternehmenskrise neu zu ordnen, die die Produktion gestört und das Unternehmen tief in die Verschuldung getrieben hat.
