Das angespannte politische Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei hat bislang keine Auswirkungen auf den Flugplan von Sunexpress. Das sagte Peter Glade, der bei der Airline unter anderem das Revenue-Management verantwortet, zu airliners.de. "Wir verzeichnen aktuell keine Auswirkungen auf die starke Auslastung unserer Türkeiflüge."
Das Joint-Venture von Lufthansa und Turkish Airlines bietet die meisten Sitzplatzkapazitäten ab Deutschland in die Türkei an:
| Angaben in Prozent | |
|---|---|
| Sunexpress | 40.1 |
| Turkish Airlines | 30.9 |
| Pegasus Airlines | 11.8 |
| Condor | 6.6 |
| restliche Airlines | 10.7 |
Die Grafik zeigt die angebotenen Sitzplatzkapazitäten ab deutschen Flughäfen für Flüge in die Türkei im aktuellen Sommerflugplan. Die restlichen Airlines haben jeweils einen Anteil von weniger als fünf Prozent. Angaben gerundet. Quelle: CH Aviation, Stand: 25. Juli 2017
Das Auswärtige Amt hatte vergangene Woche seine Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei angepasst: "Personen, die aus privaten oder geschäftlichen Gründen in die Türkei reisen, wird zu erhöhter Vorsicht geraten", heißt es nun in den Einreisebestimmungen.
Auch Condor ist gelassen
Bei Condor hat die neuerliche Warnung zu keinen großen Änderungen geführt: "Die Flüge in die Türkei finden wie geplant statt", teilt die Airline auf Nachfrage mit. "Wir richten uns nach den Einschätzungen und Empfehlungen des Auswärtigen Amtes und stehen in engem Kontakt mit den Behörden und unseren Mitarbeitern vor Ort."
"Der Sommer ist verkauft", sagt Luftfahrtexperte Tobias Rückerl von Advanced Aviation Consulting mit Blick auf den Türkei-Tourismus. Er sieht ebenfalls nicht, dass die Airlines ihr Bosporus-Programm aufgrund politischer Umstände anpassen. "Natürlich gibt es immer wieder Veränderungen, weil sich der Markt verändert. Aber wir dürfen eines nicht vergessen: Die in Deutschland lebenden Türken fliegen nach wie vor nach Hause."
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