Wizz Air erwartet im Sommer eine deutliche Umsatzsteigerung. 44 Prozent der Sommerkapazität sind bereits gebucht – zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. "Wir sehen nicht nur ein Volumenwachstum, sondern auch ein Erlöswachstum für den Hochsommer", sagte Konzernchef Jozsef Varadi gegenüber Reuters.
Die Ergebnisse für das am 31. März abgeschlossene Geschäftsjahr 2026 werden im Juni veröffentlicht. Die Low-Cost-Airline hatte zuletzt mitgeteilt, für das Gesamtjahr ein ausgeglichenes Ergebnis oder einen leicht positiven Gewinn zu erwarten.
Die verbesserte Prognose stützt sich teilweise auf Kosteneinsparungen. Wizz Air hat IT-Innovationsprogramme verschoben oder zurückgestellt. "Ich denke, wir sehen in etwa 100 bis 200 Millionen Euro (rund 86 bis 172 Millionen Euro) an Kosteneinsparungen, die sich im laufenden Geschäftsjahr materialisieren", sagte Varadi.
Mit Blick auf die Kerosinversorgung zeigte sich Varadi gelassen. Für die nächsten sechs bis acht Monate sehe die Lage gut aus. Lieferanten hätten die Verfügbarkeit bestätigt. "Kerosin ist in Europa verfügbar", sagte er.
Kein einziger Flug sei bislang wegen Treibstoffmangels gestrichen worden. Auf Strecken in die Nähe des Nahen Ostens – etwa nach Zypern oder Ägypten – hatte die Nachfrage zuletzt leicht nachgelassen.
Wizz Air reagiere mit günstigeren Tickets und sehe dort bereits wieder wachsende Buchungszahlen, sagte Varadi.