SAS-CEO Anko van der Werff hat mit Aussagen zur Eröffnung der FTE EMEA in Dublin aufhorchen lassen. Dabei monierte er die Zusammenarbeit mit der Star Alliance.
"Wenn ich mir anschaue, was die Star Alliance uns im Laufe der Jahre gegeben hat [...] wurden wir von ein oder zwei der wichtigsten Dinge ferngehalten", sagte van der Werff. Dementsprechend zuversichtlich zeigte sich der Airline-Chef bei der bevorstehenden Partnerschaft mit der neuen Allianz Skyteam: "Und so hoffen wir jetzt [in Skyteam] wirklich, Teil von etwas Größerem zu sein."
Konkret kritisierte der SAS-Chef die fehlende Partizipation am Atlantic Joint Venture. SAS blieb dabei außen vor. Den Grundstein für das Pendant beim Skyteam hatte Anko van der Werff einst selbst gelegt.
"Ich habe im Jahr 2000 bei KLM mit dem Northwest-Joint-Venture angefangen, aus dem das Air-France/KLM/Delta-Joint-Venture wurde, und weiß daher, wie stark eine solche Zusammenarbeit sein kann", so van der Werff. Das habe SAS gefehlt, weshalb "ich mich sehr darauf [freue], Teil von etwas Größerem zu werden".
Dabei klingen die Äußerungen des Airline-Chefs fast schon wie ein Appell zum Angriff: "Angesichts der Stärke von Air France, KLM, Delta und Virgin und unserer Stärke in Skandinavien ist es eine großartige Gelegenheit, Teil von Skyteam und dessen Wachstum zu sein."
Air France-KLM hat eine Minderheitsbeteiligung an SAS übernommen. In diesem Rahmen wechselt die skandinavische Fluggesellschaft zum 1. September von der Star Alliance zum Skyteam.
Neue Business Class möglich
Als Teil der Sparmaßnahmen hat SAS auf eine europäische Business Class verzichtet. Mit SAS Plus hat die Airline dafür eine Reiseklasse innerhalb Europas eingeführt, die eher an eine Premium Economy Class erinnert.
Nun könnte die Airline bei dieser Entscheidung zurückrudern.
"Wir prüfen eine grundlegende Überarbeitung unserer europäischen [Business] Class", sagte van der Werff. Dabei gehe es vor allem um eine Angleichung an die Business-Class-Angebote der anderen Skyteam-Airlines in Europa, aber auch um eine stärkere Ansprache von Premium-Passagieren.
Auf Nachfrage bei SAS konnte die Airline jedoch keine weiteren Details zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stellen.