Die US-Flugunfallbehörde NTSB hat der Luftfahrtbehörde FAA empfohlen, realistisches Simulationstraining für Rauchnotfälle im Cockpit zu entwickeln und in die Ausbildungsstandards für Airlines zu integrieren.
Anlass ist ein Vorfall vom Dezember 2023, bei dem ein Vogel in ein Triebwerk einer Boeing 737 Max von Southwest Airlines geriet und Rauch innerhalb von Sekunden das Cockpit füllte.
Die Besatzung des Flugs ab New Orleans hatte Schwierigkeiten, Instrumente und Checklisten zu lesen. Sie legte Sauerstoffmasken an, gab einen Notruf ab und kehrte sicher zum Flughafen zurück. Alle 139 Personen an Bord blieben unverletzt.
Kein verbindliches Training vorgeschrieben
Die NTSB stellte fest, dass die FAA nahezu täglich Meldungen über Rauchnotfälle an Bord erhält, Airlines aber nicht verpflichtet sind, realistische Rauch-Notfall-Simulationen durchzuführen.
"Bestehendes Training besteht häufig nur aus einer verbalen Besprechung eines solchen Vorfalls, statt einer immersiven Simulation mit eingeschränkter Sicht oder erhöhter Arbeitsbelastung", erklärte die Behörde. Bei einem nächtlichen oder instrumentengestützten Flug könnten die Folgen eines solchen Ereignisses "katastrophal" sein.
Die FAA hatte 2024 nach einer Überprüfung entschieden, keine sofortigen Maßnahmen zu ergreifen. Boeing hatte im Februar 2024 ein technisches Bulletin veröffentlicht, das Besatzungen über mögliche Auswirkungen schwerer Triebwerkschäden informiert.