Lufthansa Technik hat im ersten Quartal eigenen Angaben zufolge den Umsatz um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gesteigert und damit die hohe Nachfrage nach flugzeugtechnischen Dienstleistungen weltweit bestätigt.
Der Anteil externer Kunden außerhalb der Lufthansa Group wuchs dabei von 73 auf 78 Prozent. Das bereinigte Ebit sank jedoch um zwei Prozent auf 158 Millionen Euro, die operative Marge fiel von 8,0 auf 7,0 Prozent.
Hauptgründe für die Margenverschlechterung sind anhaltende Materialengpässe in der Triebwerksinstandhaltung, gestiegene Materialkosten sowie ein ungünstigerer US-Dollar-Kurs gegenüber dem Vorjahr.
Finanzvorstand Christian Leifeld räumte ein, dass die Ergebnisentwicklung hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleibe: "Insbesondere die branchenweiten Materialengpässe und Preissteigerungen fordern uns täglich heraus."
Nahost-Krise bereitet Sorgen
Mit Blick auf die Nahost-Krise zeigte sich Leifeld vorsichtig. Bislang habe die Krise keinen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis gehabt. Jedoch beobachte das Unternehmen, dass erste Airlines ihre Flugkapazitäten reduzierten – was sich dämpfend auf die Wachstums- und Gewinndynamik auswirken könne.
"Wir beschäftigen uns daher mit unterschiedlichen Szenarien und treffen Vorkehrungen für das, was wir selbst in der Hand haben. Kostendisziplin steht auf unserer Tagesordnung ganz weit oben", sagte Leifeld.
Internationale Expansion
Ungeachtet der aktuellen Unsicherheiten setzt Lufthansa Technik seinen Expansionskurs fort. In Tulsa, Oklahoma, wurde ein neuer Produktionsstandort für die Reparatur und Überholung von Flugzeugkomponenten eröffnet.
In Santa Maria da Feira südlich von Porto, Portugal, steht demnächst der Spatenstich für ein 55.000 Quadratmeter großes Werk bevor, das perspektivisch rund 700 Arbeitsplätze schaffen soll. Auch in Calgary, Kanada, laufen Vorbereitungen für einen neuen Triebwerksshop.
Am europäischen Kompetenzzentrum für Großraumflugzeuge in Malta wurde die erste Kabinenmodifikation an einer Boeing 787 abgeschlossen. Aus China vermeldete das Unternehmen den größten Triebwerksservicevertrag seiner Geschichte in dem Land – geschlossen mit der Juneyao Group.