Die Lufthansa Group hat 2025 nach eigenen Angaben fast sieben Millionen Passagiere gezählt, die eine nachhaltigere Buchungsoption gewählt haben. Das entspricht einem Anteil von mehr als fünf Prozent aller Fluggäste. Vor vier Jahren lag dieser Wert noch bei unter 0,1 Prozent. Die verkaufte Menge an SAF hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.
Zur bevorstehenden Sommersaison 2026 erweitert die Gruppe ihr Angebot: Ab sofort können Reiseveranstalter den neuen Tarif "TO Green" buchen. Das Produkt orientiert sich am bestehenden Green-Fares-Tarif und wurde nach Unternehmensangaben auf die spezifischen Anforderungen von Reiseveranstaltern zugeschnitten.
Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer der Lufthansa Group, sagte: "Wir entwickeln unser Portfolio stetig weiter, um nachhaltigeres Fliegen noch einfacher und attraktiver zu machen. Wir zeigen, dass es nicht nur eine Vision, sondern bereits heute eine etablierte Option ist."
Die im Frühjahr 2023 eingeführten Green-Fares-Tarife haben sich laut Lufthansa Group zu einem zentralen Baustein des Nachhaltigkeitsangebots entwickelt. Mehr als vier Millionen Passagiere haben bislang ein entsprechendes Ticket gebucht. Seit Ende Januar sind die Tarife auch für Gruppenbuchungen mit mehr als neun Personen auf Langstreckenflügen der Lufthansa-Group-Airlines in allen Reiseklassen verfügbar. Der Konzern hatte zuletzt auch ihr Treibstoffeffizienz-Programm ausgebaut.
Firmenkunden und Frachtbereich
Auch im Firmenkundengeschäft verzeichnet die Gruppe wachsende Nachfrage. 2025 investierten weltweit mehr als 1680 Unternehmen bei der Lufthansa Group in SAF. Über sogenannte SAF-Bulk-Deals können Firmenkunden größere Mengen SAF erwerben und erhalten ab einer Investition von 2000 Euro ein Scope-3-Zertifikat zur CO₂-Einsparung nach dem Greenhouse-Gas-Protocol-Standard.
Für Frachtkundschaft bietet Lufthansa Cargo den optionalen Service "Sustainable Choice" an, der nachträglichen SAF-Einsatz mit Beiträgen zu Klimaschutzprojekten kombiniert. Logistikunternehmen können zudem SAF-Bulk-Deals ab einer Abnahmemenge von 100 Tonnen abschließen. Fluggesellschaften stehen beim Thema nachhaltige Kommunikation unter wachsendem regulatorischen Druck.