Lufthansa Cargo hat sich bei der digitalen Frachtplattform "FAIR@Link" des IT-Unternehmens Allivate für "FRA-OS" angemeldet, wie Fraport mitteilte. "FRA-OS" bündelt alle relevanten Zollinformationen für konsolidierte Importsendungen und ermöglicht eine teilautomatisierte Zollabwicklung sowie lückenlose Sendungsverfolgung am Boden.
Im Fokus steht für Lufthansa Cargo insbesondere die Möglichkeit der zeitlich verzögerten Gestellung: Statt der unmittelbaren Zollgestellung nach der Landung können berechtigte Teilnehmer Waren über Speditionen mit eigenem Zolllager zeitversetzt gestellen lassen. Ein zwischengeschalteter Prozessschritt im Umschlaglager von Lufthansa Cargo entfällt damit.
Die Gestellung im Zollrecht ist die offizielle Mitteilung an die Zollbehörde, dass sich Waren körperlich an einer Zollstelle oder einem zugelassenen Ort befinden und für Kontrollen bereitstehen
Zum Einsatz kommt "FRA-OS" den Angaben zufolge zunächst für Teile des E-Commerce- und General-Cargo-Geschäfts, die über den Neutralen Frachtübergabepunkt (NFÜP) ausgeliefert werden.
Importware wird vom Vorfeld direkt über den NFÜP an Speditionen übergeben. Besonders für zeitsensitive E-Commerce-Logistik schaffe die Beschleunigung spürbare Vorteile für Kunden, erklärte Projektleiter Tobias Braun von Lufthansa Cargo.