Der Flughafen Köln/Bonn wird zum Jahreswechsel die Verantwortung für die Organisation und Steuerung der Luftsicherheitskontrollen übernehmen. Das geht aus Informationen des Flughafens hervor.
Die Bundespolizei beleiht den Airport der Rhein-Metropole mit den neuen Aufgaben zum 1. Januar 2025. Bereits kommende Woche soll der entsprechende Vertrag unterzeichnet werden.
Laut Flughafen wird der Beleihungsvertrag am 25. November durch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Thilo Schmid, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung des Flughafens, unterzeichnet.
Auf die Frage, ob der Flughafen die Verantwortung dafür selbst übernehmen wolle, antwortete Schmid im airliners.de-Interview im Januar 2023 bereits: "Es ist extrem wichtig, dass der Prozess der Luftsicherheit reibungslos läuft. Die Antwort lautet darum ganz klar: 'Ja'. Einfach, weil ich glaube, dass wir als Flughafen große Erfahrung haben beim Auswählen, Planen und Steuern von Dienstleistern. Das beweisen wir jeden Tag. Wir machen das für die Personal- und Warenkontrolle und viele andere Gewerke am Flughafen und haben reichhaltige Erfahrung, wie wir mit den Themen umgehen."
Die Organisation der Luftsicherheit obliegt in Deutschland an den meisten Flughäfen der Bundespolizei.
Ein gänzlich neues Konzept, die Verantwortung der Bundespolizei an die jeweiligen Flughäfen zu übergeben, ist dabei nicht neu. Der Flughafen Frankfurt hatte diese zuerst in Deutschland übernommen. Am 1. Januar folgte der Flughafen Berlin-Brandenburg als zweiter Airport in Deutschland.
Bereits seit Ende des vergangenen Jahres hatte das Bundesinnenministerium Gespräche mit dem Flughafen Köln/Bonn geführt. Als weitere mögliche Kandidaten für die Übernahme der Verantwortung der Luftsicherheitskontrollen wurden damals auch die Flughäfen Hamburg, Stuttgart und Hannover genannt.
Während die Bundespolizei durch die Ambition der Flughäfen zur Übernahme der Planung und Organisation der Luftsicherheitskontrollen bei gleichbleibendem Sicherheitsniveau von einer polizeivollzugsfremden Aufgabe entlastet wird, erhoffen sich die Standorte dadurch mehr Einfluss auf den Prozess und schlussendlich mehr Effizienz.