Fedex hat nach der Genehmigung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA mit der schrittweisen Wiederaufnahme des MD-11-Betriebs begonnen.
Die FAA teilte am Montag mit, sie habe Boeings Plan zur sicheren Rückkehr der Maschinen in den US-amerikanischen Dienst freigegeben. Das Protokoll umfasst vorgeschriebene Wartungs- und Inspektionsanforderungen.
Fedex erklärte, das Unternehmen habe die erforderlichen Inspektionen und Wartungsmaßnahmen bei zwei seiner 28 MD-11-Flugzeuge abgeschlossen. Der US-Expressdienstleister hatte zuvor angegeben, das Grounding könne ihn bis zu 175 Millionen Dollar kosten.
Hintergrund: UPS-Absturz in Louisville
Auslöser für das Grounding des Dreistrahlers war der Absturz einer UPS-Frachtmaschine im November 2025 am Flughafen Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Bei dem Unglück kamen 15 Menschen ums Leben, darunter drei Besatzungsmitglieder. Die FAA hatte daraufhin ein Startverbot für MD-11-Maschinen in den USA verhängt.
Die US-Flugunfallbehörde NTSB stellte in ihrer Untersuchung Ermüdungsrisse in einer Stützstruktur am linken Triebwerkspylon fest – konkret im sogenannten Lagerring, der Triebwerk und Tragfläche verbindet.
Während Fedex nun plant, ihre gesamte MD-11-Flotte schrittweise wieder in Betrieb zu nehmen, hat UPS eine andere Entscheidung getroffen: Die Paketgesellschaft hat ihre MD-11-Flotte nach dem Absturz vollständig ausgemustert.