Der Übernahmekandidat Easyjet hat einen Gewinneinbruch von 70 Prozent im dritten Quartal gemeldet. Schwankende Treibstoffpreise und eine reisemüde Kundschaft infolge des durch den Iran-Konflikt verursachten Chaos setzten der britischen Fluggesellschaft zu. Für die bevorstehende Sommer-Hauptreisezeit zeigte sich das Unternehmen jedoch zuversichtlicher.
Die Fluggesellschaft verbuchte für die drei Monate bis zum 30. Juni einen Gewinn von 85 Millionen Pfund (rund 100 Millionen Euro) – nach 286 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum.
Die Zahlen von Easyjet sowie die zu Wochenbeginn vorgelegten Ergebnisse von Ryanair zeigen, wie stark der Nahost-Konflikt den globalen Reiseverkehr belastet und wie gedrückt die Stimmung in der Branche ist, während der seit fünf Monaten Krieg anhält.
Die britische Airline erklärte jedoch, das Verbrauchervertrauen steige mit Blick auf die Sommer-Hauptreisezeit. Zudem gebe es eine starke Nachfrage von Reisenden, die kurzfristiger vor dem Reisetermin buchten.
"Da das Verbrauchervertrauen steigt, sehen wir, wie sich die Auslastungslücke für den Sommer-Höhepunkt schließt und sich die Buchungskurve verlängert", sagte Easyjet-Chef Kenton Jarvis.
Easyjet unterstützt Apollo-Offerte
Easyjet hat das Übernahmeangebot der US-Investmentgesellschaft Apollo in Höhe von 5,7 Milliarden Pfund unterstützt und damit die wiederholten Avancen von Castlelake zurückgewiesen.
Die Easyjet-Aktie war um knapp zwölf Prozent eingebrochen, nachdem "Reuters" berichtet hatte, dass die Europäische Union eine Überprüfung der Eigentümerregeln für Fluggesellschaften vorbereite. Ziel sei es, zu verhindern, dass ausländische Investoren die effektive Kontrolle über Fluggesellschaften erlangen – eine mögliche zusätzliche Hürde für die Übernahme.