Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat ihre Warnung für Fluggesellschaften im Nahen Osten erneuert und verschärft. Airlines sollen den Luftraum von Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie über dem Golf von Oman meiden, teilte die Behörde mit. Hintergrund ist die erneute Eskalation zwischen den USA und Iran.
Erst vor einer Woche hatte die EASA ihre vorherige Warnung aufgehoben, nachdem sich die Spannungen in der Region durch den im Vormonat vereinbarten vorläufigen Waffenstillstand zwischen Teheran und Washington kurzzeitig entspannt hatten. Jene Warnung hatte Fluggesellschaften lediglich zur Vorsicht im Luftraum dieser Staaten sowie zusätzlich Israels, Jordaniens, Omans und Saudi-Arabiens aufgerufen. Die neue, strengere Warnung gilt bis zum 29. Juli.
Iran feuerte zuletzt ballistische Raketen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien ab. Die USA flogen bereits die dritte Nacht in Folge Angriffswellen, nachdem der Iran zuvor mitgeteilt hatte, die Straße von Hormus zu schließen. Dies veranlasste US-Präsident Donald Trump dazu, eine Blockade der iranischen Schifffahrt wieder in Kraft zu setzen und eine Gebühr von 20 Prozent für den Schutz der wichtigen Wasserstraße vorzuschlagen.
"Die Präsenz bedeutender US-Militäreinrichtungen in der Region erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die von diesem Konfliktzonen-Bulletin erfassten Staaten unmittelbar von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen betroffen sein könnten", teilte die EASA mit. Die Agentur verwies zudem auf das Risiko, dass zivile Flugzeuge von US-amerikanischen und anderen Luftverteidigungssystemen fehlidentifiziert werden könnten.
Getrennt davon wurde die EASA-Warnung, die Fluggesellschaften den Betrieb im Luftraum von Iran, Irak und Libanon untersagt, bereits vergangene Woche bis Ende August verlängert.