Air Asia Group will im dritten Quartal ihre Kapazitäten im Jahresvergleich um 20 bis 25 Prozent kürzen, um die Profitabilität zu sichern. Im vierten Quartal soll die Kapazität dann schrittweise wieder auf das "Niveau vor dem Krieg" angehoben werden. Das teilte die Fluggesellschaft mit.
Im zweiten Quartal verzeichnete die Airline einen Nettoverlust von 830,5 Millionen Ringgit (rund 177 Millionen Euro), vor allem infolge eines Verlusts von 331 Millionen Ringgit aus Wechselkursbewegungen.
Der finanzielle Druck im zweiten Quartal habe sich vor allem auf das Kurzstreckengeschäft in Thailand, den Philippinen und Indonesien sowie auf das Langstreckengeschäft in Malaysia konzentriert, so die Airline.
"Trotz einer kleineren Flotte und einer Kapazitätskürzung von 20 Prozent im Quartalsvergleich verzeichnete die Gruppe im Vergleich zum Vorquartal nur einen Umsatzrückgang von 15 Prozent", erklärte Air Asia. Der Rückgang sei durch im Quartal eingeführte Treibstoffzuschläge begrenzt worden, mit denen höhere Kerosinpreise ausgeglichen werden sollten.
Air Asia will im Geschäftsjahr 2026 insgesamt 25 ältere Flugzeuge zurückgeben, um Leasingkosten zu senken. Ab 2028 möchte die Fluggesellschaft neue Maschinen der Typen Airbus A220 und A321XLR übernehmen, um langfristiges Wachstum zu unterstützen.
Die Fluggesellschaft treibe zudem Gespräche mit lokalen und internationalen Finanzinstituten über eine Finanzierung von bis zu einer Milliarden US-Dollar (rund 870 Millionen Euro) sowie über lokale Kreditlinien von 700 Millionen Ringgit voran.