Lufthansa setzt bei München-A380 erst auf Frankfurter Crews

01.03.2018 - 15:01 0 Kommentare

Fünf A380-Flugzeuge verlegt Lufthansa von Frankfurt nach München. Nun ist klar, welche Crews die Doppelstöcker anfangs bereedern. Indes bereitet sich auch der bayerische Airport auf die Riesenflieger vor.

A380 der Lufthansa in Frankfurt. - © © AirTeamImages.com - Ismael Jorda

A380 der Lufthansa in Frankfurt. © AirTeamImages.com /Ismael Jorda

Bei den im Sommer in München stationierten Airbus A380-Flugzeugen setzt Lufthansa zunächst auf Crews aus Frankfurt. Dies sagte eine Unternehmenssprecherin zu airliners.de.

Nach und nach würden die Kabinenmitarbeiter in der bayerischen Landeshauptstadt auf den Doppelstöcker umgeschult, sodass dann zunächst Mix-Crews aus Frankfurt und München eingesetzt würden.

Bis Mitte 2019 wird die Bereederung der Kabine komplett aus München heraus erfolgen.

Anja Lindenstein, Sprecherin der Lufthansa

Lufthansa hatte im vergangenen Frühjahr angekündigt, fünf der Airline-eigenen 14 Airbus-A380-Maschinen von Frankfurt nach München verlegen zu wollen. Am Flughafen München stiegen dadurch die angebotenen Langstreckenkapazitäten um 17 Prozent.

Die Meldung kam mitten im Gebührenstreit mit Flughafenbetreiber Fraport, der Billigflieger Ryanair Rabatte gewährte - der Kranich-Low-Cost-Tochter Eurowings hingegen nicht.

Ein Konzernsprecher betonte allerdings, dass die Verlegung nichts mit dem Zwist zu tun habe. "Es gibt keinen direkten Zusammenhang." Aber: "Natürlich wird Wachstum da stattfinden, wo die Voraussetzungen am besten sind, und die Kosten sind ein Faktor."


Konfiguration der Lufthansa A380

First
Class
Business
Class
Premium
Economy
Economy
Class
gesamt
8
78
52
371
509

Sitze je Klasse | Quelle: Lufthansa


Die fünf Maschinen sollen vom Hub München aus die Ziele Hongkong, Los Angeles und Peking bedienen. Die weiteren neun A380-Maschinen fliegen weiterhin von Frankfurt aus. Aktuell sei nicht geplant, weitere A380-Flugzeuge zu verlegen.

Flughafen München erweitert Infrastruktur

Am Flughafen München bereitet man sich mit Umbauten im Terminal 2 und dem "Satelliten" auf den A380-Einsatz vor. Bislang kann ein A380-Flugzeug in München an zwei Positionen abgefertigt werden; zwei weitere Stellplätze sind im Aufbau, indem unter anderem jeweils eine dritte Fluggastbrücke für das Boarding des oberen A380-Decks gebaut wird.

Bis zum Herbst sollen zudem vier zusätzliche Kontrollstrecken eingerichtet werden, um die zusätzlichen Passagiere schneller abfertigen zu können. Auch soll eine automatische Bordkartenkontrolle die Wartezeit an den Sicherheitskontrollen verkürzen.

Lufthansa betreibt mit Frankfurt und München in Deutschland gleich zwei deutsche Drehkreuze. Bei der Stationierung der neuen Langstreckenmaschinen des Typs A350 entschied sich die Airline für den bayerischen Standort. Derzeit ist geplant, 15 Maschinen dieses Modells von München aus operieren zu lassen.

Die Airline hat eine Kaufoption über dutzende weitere Maschinen, will jedoch erst am Jahresende entscheiden, ob sie diese nutzen wird.

Von: cs
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