Swiss senkt Zahl der Wet-Lease-Flugzeuge im Sommer 2027
Swiss will im Sommer 2027 deutlich mehr Flüge mit eigenen Flugzeugen und Besatzungen durchführen und weniger Kapazität bei anderen Airlines einkaufen. Für einen ihrer bisherigen Wet-Lease-Partner bedeutet das das Ende der Zusammenarbeit.
Swiss reduziert die Zahl der Flugzeuge, die im Wet Lease für sie fliegen, im Sommer 2027 von 26 auf rund 18. Zugleich will die Airline wieder deutlich mehr Flüge mit eigenem Fluggerät und eigenen Crews durchführen, wie sie mitteilte. Die Zusammenarbeit mit Air Baltic läuft mit dem Ende des Winterflugplans 2026/27 aus. Wichtigster Partner wird künftig Helvetic Airways.
Möglich wird der Schritt nach Angaben von Swiss, weil sich frühere Engpässe nach und nach auflösen. Es stünden wieder mehr Triebwerke zur Verfügung, auch die Personalsituation im Cockpit verbessere sich. Außerdem betreibe Swiss wieder zusätzliche Airbus A320 selbst.
Mit dem sinkenden Bedarf verringert Swiss auch die Zahl ihrer Wet-Lease-Partner. Air Baltic habe die Airline in einer schwierigen Phase verlässlich unterstützt, hieß es in der Mitteilung. Trotz der Triebwerksprobleme habe sie wesentlich dazu beigetragen, das Angebot für die Swiss-Kunden stabil zu halten.
Die langjährige Partnerschaft mit Helvetic Airways will Swiss dagegen ausbauen. Vorstandsvorsitzender Jens Fehlinger bezeichnete Helvetic als langfristigen strategischen Partner. Die Zusammenarbeit erlaube eine verlässliche Planung und einen stabilen Betrieb, teilte Swiss mit. Zudem gebe sie der Airline die nötige Flexibilität, um saisonale Schwankungen und kurzfristigen Bedarf aufzufangen.
In den vergangenen Jahren hatten Wet-Lease-Partner Swiss geholfen, den Flugplan trotz eingeschränkter eigener Kapazitäten stabil zu halten. Als Gründe für die Engpässe nannte die Airline fehlende Triebwerke von "Pratt and Whitney", zusätzlichen Schulungsbedarf und zu wenig Personal im Cockpit.
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