Die Swiss will künftig weniger Kapazität anderer Fluggesellschaften im Wet Lease einkaufen. An der strategischen Partnerschaft mit Helvetic Airways hält sie aber noch drei bis fünf Jahre fest. Das sagte Vorstandsvorsitzender Jens Fehlinger in einer Live-Fragerunde auf dem Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten", in der er Fragen von Kunden beantwortete.
Den aktuell starken Rückgriff auf Fremdkapazität begründete Fehlinger mit Engpässen bei Triebwerken und Personal. Zeitweise hätten der Swiss nicht genug Triebwerke und Piloten zur Verfügung gestanden. Die Airline habe deshalb abwägen müssen, Flüge ganz zu streichen oder Partner um Unterstützung zu bitten. Er wolle möglichst viele Flüge selbst durchführen, sagte Fehlinger.
Den Partnern dankte er ausdrücklich. Helvetic nannte Fehlinger einen "wichtigen strategischen Partner", mit dem die Swiss auch langfristig zusammenarbeiten wolle. Die Regionalfluggesellschaft bediene kleinere Strecken wirtschaftlicher, als es der Swiss mit der eigenen Flotte möglich wäre.
Helvetic ist neben dem eigenen Chartergeschäft im Wet Lease für die Swiss tätig. Nach Daten des Branchendienstes CH-Aviation fliegen 17 Embraer-Jets von Helvetic inklusive Besatzung für die Swiss: sieben E190-E2, vier E195-E2, vier E195 und zwei E190. Zusätzlich sind elf Airbus A220-300 der Air Baltic sowie ein Airbus A340-300 der Konzernschwester Edelweiss für die Swiss im Einsatz.